Typisch Schüler

Die Zeitschrift Eltern stellte an 1830 Schülerinnen und Schüler zwischen neun und fünfzehn Jahren die Frage: Was ist typisch Schüler?

Neugierige Fragen und kesse Antworten: Klassenstreiche und Schmuggelzettel; Kaugummi unterm Stuhl und Zwille in der Hand – sollte man denken. Aber nein:

Heute ist ein typischer Schüler nicht wie in der „Feuerzangenbowle“. Er weiß schon mehr vom Leben. Er läßt sich von den Erwachsenen und Lehrern nicht in eine unehrliche Welt führen. Er weiß etwas von Ökologie und kämpft für den Frieden und ist gegen Kernenergie. (Felix, 14 Jahre)

Er findet alle Eltern doof, alle Lehrer doof, alle Polizisten doof, überhaupt alles doof. (Tina, 12 Jahre)

Es ist typisch für Schüler, daß die großen die mittleren und die mittleren die kleinen ärgern. Alle aber ärgern den Lehrer, und dieser ärgert dann alle seine Schüler durch lange Hausaufgaben und häufige Klassenarbeiten. Am Ende bekommt der Lehrer einen Herzinfarkt und die Schüler ein schlechtes Zeugnis. Da haben dann beide nichts davon. Typisch Mensch! (Kai, 10 Jahre)

Der Schüler braucht sehr viel Kraft, um zu wachsen, darum ist er sonst immer etwas müde und wirkt faul.