„Anders reisen – aber wie!“ – so heißt die erste Hamburger Reisemesse, auf der vom 9. bis 12. April alternative Reiseveranstalter ihre Programme präsentieren werden.

Die Organisatoren, die Hamburger Rundschau und die Markthalle (Kommunikationszentrum in der Hansestadt), wollen diese Reisemesse, die erste ihrer Art, als Forum zur Selbstdarstellung des alternativen Tourismus verstanden wissen, wo sich Interessierte über neue Reiseformen informieren können. Angesprochen werden sollen dabei in erster Linie die Bevölkerungsgruppen „mit ausgeprägtem Bildungshintergrund und relativ viel freier Zeit“, Menschen mit einer kritischen Einstellung zum Massentourismus und „Interesse an intensiven Begegnungen mit der Natur und Kultur anderer Länder“.

Mehr als 30 alternative Reiseveranstalter, die sich in den letzten Jahren vor allem in Hamburg etabliert haben, wollen an den Messeständen ihre Programme an die Leute bringen. Zusätzliche Stände sind für Verlage, Verbände und Ausstatter reserviert.

Die Messebesucher müssen es nicht beim Stöbern in Prospekten und bei Informationsgesprächen belassen: Film-, Dia- und Videovorführungen der Veranstalter, die kontinuierlich im halbstündigen Wechsel im Filmraum der Markthalle laufen, sollen den Verkauf zusätzlich fördern. Im „Messe-Rahmenprogramm“ referieren eingeladene Globetrotter zu ihren Spezialgebieten. Geplant ist unter anderem auch eine Diskussion unter dem Thema „Was ist anders am ‚anderen Reisen‘?“ zwischen alters nativen Veranstaltern und ein Vertreter der „konventionellen“ Reisefirmen.

Donnerstag und Freitag ist die Messe jeweils von 17 Uhr an geöffnet, am Sonnabend und Sonntag von zehn Uhr an. Die Eintrittskarte kostet acht Mark, Schüler, Studenten und Erwerbslose zahlen sechs Mark. Im Preis enthalten ist eine Vortragsveranstaltung; jede weitere Veranstaltung kostet zusätzlich drei Mark.

Hella Leißner