Wirtschaft

Bonn muß uns helfen

ländern neue Stahlindustrien aufgebaut worden sind. Demzufolge kann das alte Industrierevier Europa nicht mehr in diese Länder exportieren, genausowenig wie England heute noch Kattun nach Indien liefern kann.

+ Weitere Artikel anzeigen

DIE ZEIT

Gleißend

Armer Vincent! Paul Gauguin hat ihn porträtiert, wie er seine Sonnenblumen malt: Er arbeitet mit zusammengekniffenen Augen, so sehr blendet ihn das gleißende Gelb der Blütenblätter.

Der Stahl am Tropf des Staates

Es geht um 50 000 Arbeitsplätze. An der Ruhr, an der Saar, in der bayerischen Oberpfalz und im Aachener Kohlerevier bangen Stahlarbeiter und Bergleute um ihre berufliche Existenz.

Reifeprüfung

Welchen erwachsenen Bildungsbürger kommt in diesen Tagen nicht der blasse Neid an, wenn er an die eigene Schulzeit zurückdenkt? In Hamburg, Hannover und bald wohl auch im Süden der Republik treten die Pennäler vom 13.

Tür und Tor

Wir Deutsche kennen diesen Zwiespalt der Gefühle. Als wir uns auf dem beruhigenden Kurs der Entspannung wähnten, erinnerte der DDR-Spion im Kanzleramt an die Unwägbarkeiten des Ost-West-Verhältnisses.

Immerzu wählen

Wer wollte es dem Bundestagspräsidenten Jenninger verdenken, daß er das alte und wenig aussichtsreiche Projekt wieder aufgewärmt hat, die Landtagswahlen zu bündeln und die Legislaturperiode des Bundestages von vier auf fünf Jahre zu verlängern; dann bleibe mehr Zeit für gründliche Arbeit an den Gesetzen.

Zeitspiegel

Für einen Tag war Ronald Reagan dem grauen Washington entflohen – in den Frühlingsfrieden des Mittleren Westens, dorthin, wo das patriotische Herz Amerikas am heftigsten pocht.

Worte der Woche

„Wir in Europa können nicht weiterhin eine Insel des Wohlstands, der Demokratie und des Friedens sein, wenn in anderen Teilen der Welt Hunger, Ungerechtigkeit, Flüchtlingselend, Terror und Gewalt herrschen.

Auf dem langen Marsch - wohin?

Zum zehnten Mal binnen zwei Jahrzehnten diskutierten westdeutsche und sowjetische Politiker, Publizisten, Wissenschaftler und Militärs im Bergedorfer Gesprächskreis über die Zukunft des Ost-West-Verhältnisses.

Nordrhein-Westfalen: Recht auf Lügen?

Die Neigung von Politikern zum Flunkern gilt allgemein als naturgegeben. Warum, so fragt Volkes Stimme zumindest bei kleineren Unwahrheiten, sollten unsere Vertreter auch weniger menschlich sein, als wir es selber sind? Diese Nachsicht hat jedoch ihre Grenzen.

Unbehagen am Katzentisch

Der Gedanke ist wahrlich nicht neu. Schon 1960 mokierte sich der damalige französische Verteidigungsminister Pierre Messmer über die üblichen Aufrufe zu einer engeren europäischen Zusammenarbeit bei der Verteidigung; sie seien "eine Art Sahnekuchen, an dem man sich zum Schluß einer langen Rede delektieren kann".

Wolfgang Ebert: Friedensgefahr

„Mann, weißt du noch, als wir für euch das ‚Imperium des Bösen‘ waren?“ fragte der Russe. Der Amerikaner nickte: „Und wir für euch die kapitalistischen Ausbeuter.

Preiserhöhungen in Polen: Einlenken um des Friedens willen

Ein Regierungssprecher kann letztlich nur so gut sein wie die Politik, die er zu propagieren hat. Der in diesem Metier bewanderte Pole Jerzy Urban verstand es bislang, neugierige Journalisten durch Schlagfertigkeit in die Schranken zu verweisen.

China: Patt im Match-Poker

Der Applaus war spärlich, als Hu Yaobang am Mittwoch vergangener Woche die Große Halle des Volkes betrat und auf dem Podium in der zweiten Reihe Platz nahm.

BONNER BÜHNE: Wahlhoffnungen und Urlaubsträume

Die SPD sieht nach der raschen Entscheidung über den Nachfolger Brandts die Wahlchancen in Hessen wieder optimistischer. Bundesgeschäftsführer Glotz: „Wir sind davon überzeugt, daß wir es in Hessen packen.

DDR: Dialog mit Bonn

Die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der DDR haben sich auch in schwieriger Zeit positiv entwickelt. Darin waren sich SED-Chef Honecker und Kanzleramtsminister Schäuble am vergangenen Freitag in Ost-Berlin einig.

Amerika: Risiko Plutonium

Mangelnde Kontrollen und überalterte Betriebsanlagen haben die amerikanischen Plutoniumfabriken zum Sicherheitsrisiko werden lassen.

Politik auf dem Sofa

Mehrmals hat er seinen endgültigen Rückzug aus dem öffentlichen Leben angekündigt, doch seine Freunde waren jedesmal wieder dankbar, wenn er sich verlocken ließ, sein "Tusculum" im Dörfchen Brennberg in der Oberpfalz zu verlassen und sich in den Zug nach Bonn zu setzen – weil er schlecht "nein" sagen kann, weil die Neugier nicht aufhört, ihn zu plagen und weil er einen unauffälligen Sinn für Ämter hat, in denen er zum Wohle des Gemeinwesens nützlich sein kann.

Industrieansiedlung: Die Arbeit lockt

Rastatts Oberbürgermeister Franz J. Rothenbiller ist außer sich: „Wir sind doch keine Wilderer hier!“ In Rage versetzt haben ihn Bedenken des Umweltministeriums in Bonn gegen die geplante Industrieansiedlung der Firma Daimler-Benz im Westen von Rastatt.

Umweltschutz: Gülle erstickt den Dümmer

Opfer der akustischen Attacken war der niedersächsische Landwirtschaftsminister Burkhard Ritz. „Dich hat doch der Honecker geschickt“, schallte es dem CDU-Mann entgegen, „das ist eine Kriegserklärung.

Minderheit: Sprachlose Schulaufsicht

Mit sichtlichem Stolz führt Maija Gobins durch das mehrstöckige Gebäude am Stadtrand von Münster. Das Erdgeschoß besteht aus einem variablen Mehrzweckraum, einem Unterrichtszimmer, einer Küche und einem Speisesaal.

Kreuzberg: Der Bauernhof soll weg

Berlin-Kreuzberg. Schon der Blick auf den Stadtplan zeigt, der Bezirk „Südost“, kurz SO 36 genannt, ist bei der Verteilung der Grünflächen zu kurz gekommen.

Irrtum: Ab nach Australien

Friedrichsdorf am Taunus, Nachbarort der Bäderstadt Bad Homburg und Endstation einer S-Bahnlinie von Frankfurt am Main. In Friedrichsdorf wohnt eine polnische Familie.

Juden in der Weimarer Republik ...in der Weimarer Republik: Reiche Palette

Man mochte für einige Zeit glauben, daß nach der menschenverachtenden Ungeheuerlichkeit des „Holocaust“ Antisemitismus in der Bundesrepublik nicht mehr vorstellbar sei und daß durch geschichtliche Betroffenheit und das Bewußtsein, sich aus geschichtlicher Kontinuität nicht entbinden zu können, auch den „Nachgeborenen“ nicht einfach die Gnade der späten Geburt zufallen könne.

Max Weber: Sein Werk – neu belichtet

Max Weber (1864-1920), den man mit Fug und Recht unter die Großen Deutschen eingereiht hat, gilt in der modernen Sozialwissenschaft des Westens, speziell in der Soziologie, seit über einem halben Jahrhundert als Klassiker.

Sicherheitspolitik: Auf anderen Wegen

Die erste Überraschung: Dieses Buch, das sich in nachdenklicher und moderner Weise mit neuen Wegen zu größerer Sicherheit in Europa auseinandersetzt, erschien im Selbstverlag.

Große Sprünge sind nicht drin

Das erste Datum ist gesetzt. Die 2,7 Millionen Beschäftigten bei Bund, Ländern und Gemeinden erhalten in diesem Jahr Einkommensverbesserungen von 3,4 Prozent.

Kohlepfennig: Zu wenig

Was die Stromverbraucher im Norden und Süden der Republik als hehres Opfer für die Kohle empfinden werden, reicht in Wahrheit nicht aus.

Arbeitgeber: Alte Masche

Bis in die Gegenwart, so sagte Arbeitgeberpräsident Klaus Murmann jetzt auf der Hannover-Messe, zeichne sich die Bundesrepublik durch ein hohes Maß an Konsensfähigkeit der „Sozialpartner“ aus.

Aktionäre: Reine Leere?

Wie Börsianer denken, wird wohl auf ewig eines der unergründlichen Geheimnisse bleiben. Als vor gut einem Jahr Friedrich-Karl Flick sein Imperium an die Deutsche Bank verkaufte, rissen sich die Anleger um die Aktien des größten deutschen Bankhauses.

Bonner Kulisse

Unbequeme Meinungen geraten zunehmend unter politischen Druck. Nachdem die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten sich immer häufiger den Pressionen von Politikern beugen und wichtige Beiträge unterbinden, geraten nun offenbar auch die politischen Parteistiftungen unter die Knute der Parteipolitiker.

Lichtspielhäuser: Krieg ohne Frieden

Es gab immer schon viele Etiketten für den Freckenhorster Unternehmer Heinz Riech: Kino-König, Selfmade-Monarch, Alleinherrscher, Energiebolzen, vitales Ereignis, Tycoon, Pate, preußischer Kapitalist.

Macao: Hongkongs dunkle Schwester

Nach fünfhundert Jahren kolonialer Herrschaft sind wir erschöpft“, klagte 1985 der damalige Gouverneur von Macao Vasco de Almeida e Costa, „wir können binnen ein oder zwei Jahren gehen.

Handelskonflikt I: Beißen statt bellen

Nippons Elektronikgiganten werden nicht kaputtgehen wegen des Zolles, mit dem US-Präsident Ronald Reagan Ende vergangener Woche verschiedene japanische Produkte belegt hat.

Markt-Report: Warten auf die Japaner

Die gegen Schluß der Vorwoche eingetretene kräftige Kurserholung am Aktienmarkt gilt in den Augen der meisten Experten zwar nur als Zwischenphase und nicht als Beginn eines, nachhaltigen Wiederanstiegs der Kurse; sie war aber psychologisch wichtig.

Bank und Börse: Auf die Auswahl kommt es an

Viele haben kein Geld und auch keine Ahnung von Geldanlage – das ist traurig, aber kaum zu ändern. Besser dran sind diejenigen, die zwar von Anlage ebenfalls nichts verstehen, aber wenigstens stattliche Beträge ihr eigen nennen.

+ Weitere Artikel anzeigen