Schlanksein ist in Mode, Kalorienzählen ein beliebtes Gesellschaftsspiel. Hotels und Verkehrsbüros offerieren Pauschalen zum Abspecken.

Mit der Scarsdale-Diät rückt das Hotel „Maritim“ in Travemünde Übergewichtigen zu Leibe. Die Sieben-Tage-Pauschalen sind vollgepackt mit Bürstenmassagen und Meeresalgenbädern, mit Massagen und Wassergymnastik, mit Ampullenkuren und Pediküre. Für den letzten Schliff sorgt die Scarsdale-Kost, bei der man laut Prospekt „ein bis vier Kilo pro Woche abnehmen“ kann. Kostenpunkt: mindestens 928 Mark. Auskunft: Maritim Hotel, Trelleborgallee 2, 2400 Lübeck-Travemünde.

Nur wer nicht „schön, fit und schlank“ werden will, sollte das Angebot der Kurverwaltung Bad Liebenzell ignorieren. Alle anderen sind unter diesem Motto aufgefordert, am Wochenarrangement mit Kosmetikbehandlungen, mit Körpertraining, Massagen und Sauna teilzunehmen und sich zwischendurch an einer ausgeklügelten 1000-Kalorien-Diät gütlich zu tun. Der Preis für die ganzheitliche Verschönerung liegt bei 979 Mark. Informationen: Kurverwaltung, 7263 Bad Liebenzell.

Einen „Kurmolke-Spezial“ mixt die Kurverwaltung von 8730 Bad Kissingen (Postfach 22 40). Für drei Tage zu „Schnupperpreisen“ nehmen Hotels am Ort, die sich der Gewichtsreduzierung ihrer Gäste verschrieben haben, zwischen 90 und 180 Mark.

Fastenkuren nach Buchinger offeriert der Fremdenverkehrsverband Neckarland-Schwaben (Lohtorstraße 21, 7100 Heilbronn) zum Beispiel in Waldbrunn. Je nach Ausdauer sind zwischen acht und 21 Tage im Programm, das von 333 Mark an kostet.

Zwei Wochen Heilfasten ist über die Ahr-Rhein-Eifel Touristik, Postfach 11 46, 5483 Bad Neuenahr/Ahrweiler, etwa in Sinzig-Bad Bodendorf am Rhein, zu buchen. Neben der Null-Diät gibt’s Heupackungen, Sauna und Solarium, sechs „Großmassagen und tägliches Wiegen“, alles zusammen zum Pauschalpreis von 1380 Mark.

Eine „Frühjahrskur mit Vollwertkost“ erwartet Gäste von 6482 Bad Orb im Spessart. Eine Woche lang kann man sich’s in der Sauna, im Solebewegungsbad und bei der Massage wohl sein lassen, gesund speisen und nebenher vielleicht herausbekommen, was sich hinter der „Teekur“ verbirgt. Zu zahlen sind 555 Mark.