Für einige Urlaubsländer sollten Touristen nur das Nötigste an Landeswährung mitnehmen. Denn beim Rücktausch können sie bis zur Hälfte ihres Geldes verlieren.

Wer sich vor Valutaverlusten schützen will, tut gut daran, sich bei den Banken nach den An- und Verkaufspreisen für Devisen zu erkundigen. Als Faustregel gilt: Die Differenzen sind bei Ländern mit hoher Inflation besonders groß.

Gravierende Einbußen erlitt beispielsweise ein Portugal-Besucher. Er hatte bei der Bank 64 516 Escudos für 1000 Mark erhalten. Für die unverbrauchten 35 000 Escudos zahlte ihm das Geldinstitut jedoch nicht, wie erwartet, 500, sondern nur 350 Mark aus.

Beträchtliche Unterschiede ergeben sich auch für jugoslawische Dinare oder griechische Drachmen. Beim Verkauf gibt die Bank für 49 Pfennig 100 Dinare aus, beim Rücktausch für die gleiche Summe nur noch 19 Pfennig. 100 Drachmen werden im einen Fall mit 1,60 Mark berechnet, bei Rücktausch sind sie nur noch eine Mark wert. Die türkische Lira ist bei einer solchen Transaktion nicht mal mehr die Hälfte wert: Verkauf 31 Pfennig für 100 Lira, danach 13 Pfennig. Wer sich bei einer Fernreise nach Brasilien verschätzt und dabei Cruzeiros im Wert von 120 Mark übrig behält, verliert 80 Mark von dieser Summe.

Nicht immer sind die Unterschiede so gravierend. Pro 100 Spanische Peseten beträgt die Einbuße etwa 12 Pfennig, pro US-Dollar 10 Pfennig, pro schweizer Franken nur einen Pfennig.

Bei den Währungen exotischer Länder sind die Verluste fast immer erheblich höher als bei denen häufig besuchter Ferienländer. Denn gebräuchliche Fremdwährung werden die Banken schnell wieder an andere Urlauber los. Meist hilft es auch nichts, überzählige Devisen im Urlaubsland in Mark zurückzutauschen. Die dortigen Banken und Geldwechselstuben legen beim Rücktauschmeist noch schlechtere Kurse zugrunde als die Devisenhändler in der Bundesrepublik.

Willi Bremkes