Keine Kreditkartenorganisation, sondern 13 europäische Fluggesellschaften stehen hinter der neuen AirPlus-Karte, die vom 15. Mai an in Deutschland von der Lufthansa angeboten wird. Die Karte wurde speziell für Geschäftsreisende konzipiert und soll zur Bezahlung aller auf einer Geschäftsreise anfallenden Reisekosten – vom Flugticket bis zur Hotel- und Restaurantrechnung – eingesetzt werden können. Für Großkunden ist die AirPlus-Karte darüber hinaus noch unter einem anderen Aspekt interessant: Auf Wunsch wird nach firmeninternen Gesichtspunkten eine detaillierte Abrechnung erstellt.

Ein Kreditlimit gibt es beim Kauf von Flugscheinen nicht. Zum Service von AirPlus gehört außerdem eine Versicherung zu ähnlichen Konditionen wie bei anderen Kreditkarten. Im übrigen kann der Karteninhaber bei allen beteiligten Fluglinien persönliche Schecks einlösen. Drei Karten-Varianten stehen zur Verfügung: die Firmenkarte (Q-Karte), die Privatkarte (P-Karte) und eine Masterkarte, die auf eine Firma ausgestellt und beim Reisebüro als Zahlungsmittel hinterlegt wird.

Je nach Stückzahl verlangt die Lufthansa in Deutschland eine jährliche Kartengebühr zwischen 20 und 50 Mark. AirPlus wird zum Zeitpunkt der Einführung Mitte Mai bereits von 250 Fluggesellschaften und 40 000 Reisebüros akzeptiert werden, ferner von den Hotelgruppen Trusthouse Forte, Copthorne und Hilton Corporation Hotels.

Mit der AirPlus-Karte hat die Vereinigung der europäischen Fluggesellschaften (AEA) erstmals ein gemeinsames Produkt vorgestellt. Von 20 Mitgliedern haben 13 die AirPlus Company gegründet und finanziert. Bis zum Ende des ersten Geschäftsjahres will man bereits 10 000 Unternehmen und 100 000 Karteninhaber als Kunden gewinnen. In fünf Jahren sollen rund zwölf Prozent aller Geschäftsreisekosten über AirPlus abgewickelt werden. brü