Viele Kreditnehmer wissen bei Abschluß eines Vertrages nicht, ob sie eine feste Zinsbindung oder einen variablen Zins wählen sollen. Steigen die Zinsen nach Abschluß des Kreditvertrages, so war die Zinsbindung die bessere Entscheidung, fallen sie, sind variable Zinsen günstiger. Ein neues Angebot der Dresdner Bank könnte vielen Kreditnehmern die Qual der Wahl erleichtern. Um für die Kunden das Risiko steigender Zinsen zu begrenzen, sie aber zugleich von sinkenden Zinsen profitieren zu lassen, hat die Bank den Langfristzins C kreiert. Unabhängig von der Zinsentwicklung am Kapitalmarkt gilt für den Kreditnehmer für maximal fünf Jahre eine Obergrenze, über die der im Kreditvertrag vereinbarte variable Zins in keinem Falle steigt. Bei einem jetzt geltenden „Langfristzins C“ von 6,5 Prozent liegt die Zinsobergrenze beispielsweise bei 7,75 Prozent, die Untergrenze bei fünf Prozent. Zwischen diesen beiden Punkten kann der Kreditzins frei schwanken, aber nicht darüber hinaus. Gegenüber einem „normalen“ variablen Zins kostet die Risikobegrenzung für den Kunden derzeit rund 0,25 Prozent zusätzliche Zinsen im Jahr.

Die Talfahrt der Hypothekenzinsen hält weiter an. Die DSL Bank in Bonn hat zum 8. April die Konditionen für Hypothekenkredite erneut verbessert. Bei fünfjähriger Zinsbindung und hundert Prozent Auszahlung kostet ein Kredit bei dieser Bank effektiv noch 6,06 Prozent im Jahr (zuvor 6,17 Prozent). Bei zehnjähriger Bindung liegt der Effektivzins jetzt bei 7,12 Prozent (7,26 Prozent).