Über die immer noch aktuellen Auswirkungen des radioaktiven Niederschlags nach der Katastrophe von Tschernobyl berichtet ein in mehrere Sprachen übersetzter Sonderdruck der schwedischen Zeitung Invandrartidningen.

Tschernobyl – und was dann? lautet der Titel einer Broschüre, die als Gemeinschaftsarbeit einer Reihe von staatlichen Stellen, etwa der Atomenergie- und der Landwirtschaftsbehörde sowie dem Amt für Natur- und Umweltschutz, erschienen ist.

Berichtet wird darin über die derzeitige Umweltbelastung durch den radioaktiven Fallout von Tschernobyl, unter anderem über besonders stark betroffene Gebiete wie die Küste nördlich von Stockholm. In der Gegend um Gävle und nahe Sundsvall am Bottnischen Meerbusen wurden im Boden Cäsium-Werte von über 70 Kilobecquerel pro Quadratmeter gemessen. Ebenfalls sehr hoch sind die Cäsium-Belastungen in Teilen von Mittelschweden. Glimpflicher davongekommen ist unter anderem der Küstenstrich zwischen Malmö und Göteborg, dort liegen die Bodenwerte unter drei Kilobecquerel pro Quadratmeter.

Angesprochen wird auch die Belastung von Lebensmitteln. Relativ sorglos kann man dem Text zufolge mit Nahrungsmitteln aus den Geschäften umgehen, diese würden ständig kontrolliert und seien „nur schwach radioaktiv“. Landesweit unter dem Grenzwert liegen zum Beispiel Obst, Nährmittel, Zucht- und Seefische, Fleisch und Frischmilch. Überhöhte Werte weisen hingegen Süßwasserfische, Schaf- und Wildfleisch aus den vom radioaktiven Niederschlag besonders hart getroffenen Gebieten auf.

Touristen, die in Schweden angeln, Pilze oder Beeren sammeln wollen, sollten sich darum vorab nach den aktuellen Meßwerten er- und die Gemeinden am Urlaubsort.

Wer Schweden als Ferienziel gewählt hat, kann sich zu diesem Thema vor Reiseantritt Auskunft geben lassen von der Schwedischen Touristik – Information, Glockengießerwall 2, 2000 Hamburg 1. B. W.