Die Volksseele als Spiegel

Rita Süssmuth, Steffi Graf, Hannelore Kohl, Veronika Carstens, Inge Meysel, Dagmar Berghoff – was haben sie gemeinsam? Ist es das Lächeln, ist es der Duft? Kaufen sie Omo, trinken sie Jakobs, wählen sie schwarz? Greifen sie spätabends zum Gläschen Schnaps? Lieben sie, Gott bewahre, denselben Mann?

Die Antwort ist beruhigend, und doch zugleich erstaunlich. Es ist die Schönheit, die sie teilen. Dies jedenfalls ergab eine repräsentative Umfrage des Sample-Meinungsforschungsinstituts, das 2000 Bundesbürger für die Bunte befragte. Keineswegs bedarf es, wie Wilhelm Busch so bildungsbürgerlich wähnte, der Kunst, um die Schönheit zu heben. Schönheit wird durch Gunst gehoben. Es liegt an den anderen, uns schon zu finden. Werfen wir also das Pülverchen aus getrocknetem Kot der Grasmücke oder den Extrakt aus Jojoba-Samen weg. Es hilft ja doch nichts.