Die Zahl der Auszubildenden geht zurück. Mit 1,8 Millionen jungen Menschen machten zu Beginn des Jahres 1,4 Prozent weniger eine betriebliche Ausbildung als noch ein Jahr zuvor. Das Statistische Bundesamt führt diesen Rückgang darauf zurück, daß zunehmend die geburtenschwachen Jahrgänge ins Ausbildungsalter kommen. Die meisten Jugendlichen – knapp die Hälfte – fanden in Industrie und Handel eine Lehrstelle.

Weil sich der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und Japan zuspitzt, fürchten die Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft nun, daß sich die fernöstlichen Exporteure auf den EG-Markt konzentrieren werden. Sollten die in den USA erwogenen scharfen Handelssanktionen in Kraft treten, will auch die EG konkrete Maßnahmen ergreifen, um sich vor wachsenden Importen aus Japan schützen zu können. Allein in den ersten beiden Monaten dieses Jahres stieg des Handelsdefizit gegenüber dem Handelspartner auf 3,5 Milliarden Dollar.

Nur durch einen direkten Importstopp wird noch zu verhindern sein, daß die Japaner zur Funkausstellung im Spätsommer ihre neuen digitalen Cassetten-Tonbandgeräte (DAT) in der Bundesrepublik präsentieren. Sie werden dann den heimischen Herstellern von digitalen Platten, den sogenannten Compact Discs, große Konkurrenz machen.

Im vergangenen Jahr lief das Geschäft der Hersteller im Bereich der Unterhaltungselektronik noch besser als erwartet. Der Umsatz stieg auf die Rekordmarke von 15 Milliarden Mark. Die Ertragslage bereitet allerdings noch Sorgen.

Die deutschen Schiffbauer verloren Aufträge im Wert von mehr als einer Milliarde Mark an ausländische Konkurrenten. Im ersten Quartal 1987 erhielten sie lediglich zehn Aufträge in Höhe von insgesamt 336 Millionen Mark. Damit hat sich die katastrophale Lage der deutschen Werften – trotz allgemein lebhafter Nachfrage – weiter fortgesetzt, alarmiert der Verband der deutschen Schiffbauindustrie.