Ein runder Geburtstag steht in Österreich an – die Bahn wird 150 Jahre alt. Begangen wird das „Jahr der Bahn“ mit zahlreichen Sonderfahrten und Ausstellungen.

Am 23. November 1837 dampfte von Florisdorf bei Wien erstmals ein Eisenbahnzug in Richtung Deutsch Wagram. Seit die Lokomotive „Austria“ die Kutschen ablöste, hat sich viel geändert. In diesem Jahr aber soll noch einmal tüchtig Dampf gemacht werden: Ein Bahnerlebnis „aus k.-u.-k.-Zeiten“ verspricht beispielsweise die Reise von Wien Nord über Deutsch Wagram, Gänserndorf, Marchegg, Stadlau und zurück zu werden. Losdampfen kann man zwischen dem 3. Mai und dem 27. September jeweils sonntags, Fahrpreise: Erwachsene 150 (2. Klasse)/220 Schilling (1. Klasse), Kinder von sechs bis 15 Jahren 80/110 Schilling.

Ohne Dampf – mit der Elektrolokomotive 1072.01 – geht es an jeweils einem Termin im Mai, Juni, Juli, August und September von Wien Nord nach Wolfsthal und zurück auf der Strecke der alten Preßburgerbahn. Station gemacht wird in Petronell-Carnuntum, Bad Deutsch Altenburg und Hainburg. Die Fahrkarten kosten 150/220 Schilling (Kinder 80/110 Schilling).

Am Jubiläumswochenende 21./22. November 1987 sind Sonderfahrten mit der Dampflokomotive „Licaon“ (Baujahr 1851) zwischen Florisdorf und Deutsch Wagram geplant. Der Einheitsfahrpreis beträgt 150 Schilling für die Hin- und Rückreise.

Doch die Österreichischen Bundesbahnen wollen nicht nur bei Vergangenem verweilen. Ihre Jubiläumskunden sollen auch ihr „Reiseerlebnis der Zukunft“ haben: Zwischen dem 2. Mai und dem 11. Oktober wird der ÖBB-Hochgeschwindigkeitszug (200 Stundenkilometer) von Wien nach Hohenau und zurück rasen; die Fahrplänewerden noch ausgearbeitet. Fahrpreise: 150/220 Schilling für Erwachsene, Kinder zahlen 80/110 Schilling.

In aller Ruhe kann man die eisernen Oldtimer bei einer Jubiläumsausstellung vom 5. Juni bis 19. Juli am Wiener Messegelände am Prater studieren. Geöffnet ist täglich von neun bis 18 Uhr (Eintritt: Erwachsene 50, Kinder 25 Schilling). Ausstellungsbesucher dürfen hier sogar selbst einmal aktiv werden – an einem Fahrsimulator beispielsweise oder in einem Stellwerk, wo sie nach Belieben schalten und walten können. Am 6. und 7. Juni wird auf einem Eisenbahn-Flohmarkt Diverses versteigert: Signale, Laternen, Lokschilder, Fahrkartendruckmaschinen unter anderem.

Bei einer Zugparade (an vier Wochenenden zwischen dem 22. August und dem 23. September) können sich Eisenbahnfreunde in der „Arena“ des ehemaligen Verschiebebahnhofs Strasshof ein Bild machen. Etwa 60 Loks und Züge aus allen Epochen der Bahn „paradieren“ in einer etwa dreistündigen Schau an einer Zuschauertribüne vorbei. Plätze kosten zwischen 100 und 300 Schilling, für Kinder sind zwischen 40 und 80 Schilling zu zahlen.