Von Hinrich Lührssen
Hannover
Der Ministerpräsident wirkte locker, von Anspannung oder gar Selbstzweifel war nichts zu merken. Ernst Albrecht tat das, was man am besten von ihm kennt: Er lächelte, umringt von Photographen und Kamerateams. Das überraschte, denn Ort und Anlaß waren eigentlich nicht danach: Im Raum 1105 des Landtages in Hannover sagte Ernst Albrecht vor dem elften Untersuchungsausschuß des Parlamentes aus, der die Hintergründe des vom niedersächsischen Verfassungsschutz am 25. Juli 1978 inszenierten Sprengstoffanschlags auf das Celler Gefängnis klären soll. Zweieinhalb Stunden sagte Albrecht aus, seitdem steht fest: Seine Regierungserklärung zum "Celler Loch" und ein später nachgereichter Regierungsbericht stimmen nicht.