Geschäftsreisen haben sich zu einem wichtigen und wachsenden Teilmarkt der Tourismusindustrie entwickelt: 1986 waren laut einer Emnid-Umfrage 3,1 Millionen berufstätige-Bundesbürger dienstlich auf Reisen. Für 1987 rechnet jeder vierte Befragte sogar damit, „eher mehr“ unterwegs zu sein.

Die Bielefelder Markt- und Meinungsforscher haben in einer repräsentativen Stichproben-Untersuchung über tausend Geschäftsreisende nach ihren Reisen befragt. Demnach hat im vergangenen Jahr jeder siebte erwerbstätige Bundesbürger mindestens eine Geschäftstour gemacht, bei der der Zielort wenigstens 50 Kilometer vom Beschäftigungsort entfernt lag. Hauptgründe für die Reisen waren Geschäftsbesuche (45 Prozent), gefolgt von Tagungen (21 Prozent) und Messen (15 Prozent).

Zwar ist die Mehrzahl (56 Prozent) der bundesdeutschen Business-Touristen mit der Häufigkeit und Dauer ihrer Reisen zufrieden – 15 Prozent wären sogar „lieber mehr“ unterwegs –, aber immerhin mehr als ein Viertel „lieber weniger“.

700 000 erwerbstätige Bundesbürger (28 Prozent) führte ihre Geschäftsreise ins Ausland, und zwar zumeist nach Großbritannien, Frankreich und in die Schweiz.

Die Frage nach dem Mietwagenunternehmen mit dem besten Leistungsangebot für Geschäftsreisende brachte folgende Rangliste: 1. Interrent, 2. Avis, 3. Hertz. Als beste Hotelkette schnitt Hilton ab, gefolgt von Inter-Continental und Sheraton, Holiday Inn und Steigenberger.

Die häufigste Kritik an den Hotels betraf den Service: Jeder fünfte ist damit nicht zufrieden. Lärm wurde von 17 Prozent der Befragten moniert, die Zimmerausstattung bemängelten elf Prozent, an der Sauberkeit und am Frühstück hatten neun Prozent etwas auszusetzen.

Weitgehend zufrieden waren die bundesdeutschen Geschäftsreisenden mit dem Intercity der Bundesbahn. Positiv bewertet wurden Pünktlichkeit, Zugpersonal und Platzangebot. Schlecht schnitten dagegen die Fahrpreise und die Auswahl an Speisen und Getränken im Zug ab. Leh