Wijk aan Zee: Früher Brombeeren, heute Bohrtürme

Von Uta van Steen

Auf dem Ehebett liegen vier zum Platzen vollgestopfte Koffer. Mit einem Armvoll frischgewaschenen Handtücher stürzt meine Mutter ins Schlafzimmer, verteilt den Wäscheberg in die Koffer, klappt sie entschlossen zu und setzt sich auf den dicksten.

„Hermann“, ruft sie, „ich bin fertig!“

Wer kommt, ist meine große Schwester. In der einen Hand eine Puppe mit sehr blonden, langen Haaren, an der anderen mich – mit dem unvermeidlichen Stoffhund unterm Arm. Mißbilligend sieht sie auf die prallen Koffer.

„Adelheid muß mit“, stellt sie klar und stopft die Puppe unter die Handtücher. „Der da“ – sie deutet auf den schmuddeligen Stoffhund – „kann dableiben.“

Ich breche in Tränen aus.