Ganz im Zeichen eines frühen Besuchers steht Sizilien in diesem Jahr. Zu Ehren Goethes, der vor genau 200 Jahren in seinem Tagebuch notierte: „Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: hier ist der Schlüssel zu allem“, bitten die Sizilianer zu Konzerten, Theater und Folklore. Etwas Besonderes haben sich die Stadtväter von Taormina an der Ostküste der Insel ausgedacht: Gemeinsam mit dem Goethe-Institut findet hier eine Ausstellung unter dem Motto „Goethe und die Sizilienreisenden des 18. Jahrhunderts“ statt. Die Reise Goethes hat auch das Goethe-Museum Düsseldorf zum Anlaß genommen, den Weg des Dichters mit zahlreichen Bildern zu dokumentieren. Die Bleistiftzeichnung von Jakob Ignaz Hittorf (1792-1867) zeigt den Tempel von Segesta. Auf seiner Sizilienreise rühmte Goethe die Lage des Tempels, am höchsten Ende eines weiten, langen Tales, auf einem isolierten Hügel, aber doch noch von Klippen umgeben.