Ein forscher Junker

Ein Vorstandsmitglied der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hannover richtete folgende Frage an den „sehr geehrten Herrn Kommandeur des Truppenübungsplatzes Bergen-Hohne“: „Wie viele Biwakstellen tragen Namen der ehemaligen deutschen Ostprovinzen? Wurde nach der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Grenzvertrages eine Änderung der Bezeichnung in Erwägung gezogen? Welche Informationen erhalten die Soldaten zu den Bezeichnungen? Welche Rolle spielen diese Bezeichnungen bei dem geforderten Abbau von Feindbildern in der Bundeswehr?“

Die Antwort des sehr geehrten Kommandeurs: „Als Anlage erhalten Sie Ihr Schreiben ohne Stellungnahme zurück. Bei weiteren Überlegungen bitten wir Sie zu berücksichtigen, daß die Bundeswehr für intern getroffene Maßnahmen Ihnen gegenüber weder zu Auskünften noch zu Stellungnahmen verpflichtet ist. Ein weiterer Schriftverkehr wird mit Ihnen künftig nicht geführt. Im Auftrag v. Oldenburg, Oberstleutnant u. S3“.

Geschirr zum Essen

Auch der fernöstliche Staat Taiwan leidet unter Agrarüberschüssen. Bereits vor zwei Jahren wurde die Bevölkerung aufgerufen, täglich eine Schüssel Reis mehr zu essen, um die überfüllten Lagerhäuser zu entlasten. In absehbarer Zeit – so scheint es – werden die Taiwanesen den Appell buchstabengetreu befolgen können: Der passionierte Erfinder Chen Liang-Erh hat eine Methode entwickelt, aus ungekochtem Reis und Wasser einen Napf zu formen, der nach beendeter Mahlzeit verzehrt werden kann. Sollte sich diese kulinarische Innovation vermarkten lassen, würde nicht nur der Reisberg abgebaut. Auch das von zahlreichen Schnellrestaurants ausgehändigte Plastikgeschirr könnte durch die umweltfreundliche Alternative ersetzt werden.

Boom auf den Falklands

Friedlich und genügsam war das Leben der Falkländer, bevor der Krieg über sie kam. Der Krieg ist lange vorbei, doch den neuen Frieden mögen viele Falkländer nicht. Denn mit der Fischereizone, die das ferne London um die Felseninseln im Südatlantik zog, kam der Wirtschaftsaufschwung, kam der Fortschritt, kamen auch die Fremden. Plötzlich gibt es in der Hauptstadt Stanley ein Speiselokal und eine schicke Boutique. Und alles wird teurer. „Wir waren stolz darauf, jeden zu kennen; einen Fremden machten wir auf eine Meile Entfernung aus. Damit ist es nun vorbei“, sagt der 73 Jahre alte William Summers bekümmert. Noch steigt aus den meisten Kaminen der Rauch der Torfstücke. Doch die Neuankömmlinge heizen lieber mit Öl. Eines nicht mehr fernen Tages, da sind sich die alten Falkländer sicher, wird man die Stunde Zeitunterschied zwischen Stanley und dem „Camp“ – dem Land vor der Stadt – aufheben. Denn dann werden die Berufstätigen morgens nicht mehr ins Moor gehen, um frischen Torf zu stechen, bevorsie zur Arbeit in die Stadt fahren.