P

Prozeß, der – Eine förmliche Untersuchung zu dem Zweck, den makellosen Charakter von Richtern, Advokaten und Geschworenen zu beweisen und aktenkundig zu machen. Dazu ist eine Kontrastperson in Form eines sogenannten Angeklagten, Gefangenen oder Beschuldigten erforderlich. Um diesen Kontrast deutlich genug zu machen, hat diese Person so zu leiden, daß jenen tugendhaften Herren ein behagliches Gefühl nicht nur für ihren Wert, sondern auch noch für ihre Immunität zuteil wird. In unseren Tagen ist der Angeklagte gewöhnlich ein Mensch oder Sozialist, aber im Mittelalter wurde auch Tieren, Fischen, Reptilien und Insekten der Prozeß gemacht.

Prozession, die – Auflauf chronisch Irrer, die es versäumt haben, einen Sinn für Lächerlichkeit zu entwickeln.

Prüderie, die – Die Neigung weiblicher Personen von lockerem Lebenswandel, sich hinter dem Rücken ihres Wohlverhaltens zu verstecken.

Pünktlichkeit, die – Tugend, die bei Gläubigern abnorm gut entwickelt zu sein scheint.

Puritaner, der – Frommer Mann, der daran glaubt, daß alle Leute tun und lassen sollten, was er will.