ZEIT: Was macht das Verwalten und Pflegen von Sozialwohnungen eigentlich so teuer?

Brüning: Zwei Dinge, die neu dazugekommen sind: eine Flut von Vorschriften im Bereich der Verwaltung von Wohnungen, und vor allen Dingen das veränderte Mieterverhalten und das neue Mieterselbstbewußtsein, die dazu führen, daß ein mehr auf Service gerichtetes Verhältnis zwischen Vermieter und Mieter entsteht. Dies kostet Geld.

ZEIT: Wie ist es um die Instandhaltung der Sozialwohnungen bestellt?

Brüning: Die Häuser werden älter, die Instandsetzungsnotwendigkeiten einfach technisch größer. Hinzu kommen Schadensursachen, die wir früher gar nicht kannten. So ist beispielsweise die aufwendige Betonsanierung notwendig geworden.

ZEIT: Reicht denn noch aus, was Ihnen die Mieter im Märkischen Viertel Berlins derzeit an Verwaltungs- und Instandhaltungspauschale zahlen?

Brüning: Die Verwaltungskosten beinhalten die Tätigkeit des Verwaltens der Wohnung selbst. Darin sind keine Maßnahmen enthalten wie zum Beispiel Zukunftssicherung für die Vermietung, Marktforschung und Öffentlichkeitsarbeit. Aber davon einmal abgesehen ist auch das reine Verwalten der Wohnung mit 240 Mark nicht mehr hinzukriegen.

ZEIT: Wie hoch müssen denn die Pauschalen Ihrer Meinung nach sein?