Mehrere deutsche Museen zeigen den ganzen Sommer über ur- und frühgeschichtliche Ausstellungen.

Vor ungefähr 2000 Jahren ist im heutigen China das Königreich Dian untergegangen. Zeugnisse seiner hochentwickelten Kultur wurden erstmals 1956 bei Ausgrabungen in der südchinesischen Provinz Yunnan gefunden. Von den seither aus Herrschergräbern geborgenen 7000 Waffen, Werkzeugen und Musikinstrumenten zeigt jetzt das Linden-Museum – Stuttgart (Hegelplatz 1) in Zusammenarbeit mit dem Museum der Provinz Yunnan eine Auswahl. Zu besichtigen sind sie noch bis zum 16. August, täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr.

Aus dem Nahen Osten, aus frühchristlichen jordanischen Kirchen, stammen die Mosaiken der byzantinischen Epoche, die Münchens prähistorische Staatssammlungen bis zum 27. September (täglich außer montags von 9 bis 16 Uhr) präsentieren. Zu den Exponaten gehören die Stadtansichten aus dem Fußboden der Johanneskirche in Gerasa und das komplette Bodenmosaik der Kapelle von Khirbet al-Mukayyat.

Über Archäologie aus der DDR kann man sich im Niederrheinischen Museum der Stadt Duisburg noch bis zum 30. August informieren. In 13 Abteilungen wird Kultur präsentiert, die mit der frühesten Besiedlung vor ungefähr 30 000 Jahren begonnen hat und bis in die frühe Neuzeit reicht. Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag von 10 bis 17 Uhr, Mittwoch 10 bis 16 Uhr und Sonntag 11 bis 17 Uhr.

In den Höhlen am Südrand der Schwäbischen Alb haben vor 30 000 bis 35 000 Jahren die Eiszeitjäger die ältesten Kunstwerke auf dem Boden der Bundesrepublik geschaffen: Elfenbeinfiguren. Das „Wildpferdchen“ aus der Vogelherdhöhle oder der „Löwe-Mensch“ stehen zusammen mit anderen Plastiken bis zum 13. September in der Kunsthalle Tübingen zur Schau, täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr.

Niedersachsens Ausgrabungen der Jahre 1979 bis 1984 zeigt bis zum 31. August das Küstenmuseum Wilhelmshaven (geöffnet täglich außer montags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr). Anschließend wandert die Schau nach Sögel im Kreis Emsland. Das Jagdschloß Clemenswerth beherbergt sie zwischen dem 17. September und dem 31. Oktober, geöffnet ist sie täglich außer montags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr.

Einer der wichtigsten Rohstoffe der Steinzeit, der Feuerstein, steht im Mittelpunkt der Ausstellung im Archäologischen Museum der Stadt Kelheim in Niederbayern. Schaustücke machen deutlich, wie die Menschen der Jungsteinzeit Feuerstein abbauten und verarbeiteten. Das Museum hält täglich außer montags von 10 bis 16 Uhr seine Türen offen.

In Trier blickt das Rheinische Landesmuseum auf 2000 Jahre Weinbau an der Mosel zurück. Eröffnet wird die Schau am 1. September. Sie schließt im November. Besuchszeiten: Dienstag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr, am Wochenende von 9 bis 13 Uhr. iso