Klein-Alfred sitzt am Strand im Sand, spielt mit einer sandgestützten Rakete und flennt: „Das Spiel ist aus.“ Man will ihm nämlich sein liebstes Spielzeug wegnehmen.

„Ohne Rakete kommt man sich geradezu nackt vor, besonders am Strand“, findet auch Klein-Manfred und reibt sich den Sand aus den Augen. Klein-Alfred klagt: „Unsere Hoffnungen auf die Amerikaner waren leider auf Sand gebaut. Dieser Sand hier ist aber deutsch und soll deutsch bleiben.“

Klein-Manfred legt ihm kameradschaftlich den Arm um die Schultern. Er erwähnt Klein-Helmut: „Als ich ihn warnte, der ganze Strand könnte in russische Hand geraten, steckte er einfach den Kopf in den Sand. Widerstand gegen die Herren von drüben ist von ihm nicht zu erwarten.“

Beim Stichwort „Widerstand“ kommt Klein-Friedrich angerannt, stolpert aber über einen durch eine

Badehose Vermummten und fällt erst mal platt auf die Nase.

Während sich die beiden anderen Strandgäste den Sand von der Haut abstreifen, erklärt er ihnen, warum Widerstand gegen eine Diktatur legitim sein kann, gegen eine andere aber nicht. „Man zeige mir einen frisch gefolterten Chilenen und eine Unbedenklichkeitsbescheinigung seiner Regierung, und ich gebe meinen Widerstand auf“, beteuert Klein-Friedrich, unser oberster Strandkorbhüter, während er lässig einen polnischen Strandläufer abschiebt, „solche haben an unseren Stränden nichts zu suchen, da könnte ja jeder kommen, Asylanten gibt’s wie Sand am Meer“.

Neben ihm malt „Hänschen“ Klein Zahlen in den Sand, er kürzt gerade die Entwicklungshilfe, denn er ist keiner, „der sich von den Hungerleidern in der ganzen Welt Sand in die Augen streuen läßt“.