Urlauber mit sperrigem Sportgerät im Gepäck können heute bei den meisten Charterfluggesellschaften mit einem einheitlichen Service rechnen. Lediglich bei der LTU, die mit ihren TriStars die meisten Fernreiseziele ansteuert, gelten abweichende Bestimmungen.

Für Surfbretter, Flugdrachen und Fahrräder gibt es bei allen Carriers mit Ausnahme der LTU Pauschalen für Hin- und Rückflug. Bleibt das Gerät am Zielort, wird dennoch der Tarif für den „round trip“ (Abkürzung RT) fällig. Bei der LTU kann man ein Sportgerät bei Ferndestinationen auch auf lediglich einer Strecke (one way) aufgeben. Ferndestinationen berechnet die LTU unterschiedlich: New York 16 Mark je Kilo, Colombo und Miami 18 Mark, Los Angeles, San Francisco, Bangkok 22 Mark, Mombasa, Malediven, Havanna, Recife und Mexiko 36 Mark.

Hapag Lloyd verlangt das Anmelden von Sportgerät nur dann, wenn Koffer und Gerät zusammen mehr als 30 Kilo wiegen. Die Airlines raten, in jedem Fall Sportsachen schon beim Buchen der Pauschalreise im Reisebüro anzukündigen: Das spart dem Urlauber spätere Telephonate auf seine Kosten. Beim Transport durch Liniengesellschaften endet jede Vereinheitlichung. Übereinstimmend klagen die IATA-Reisebüros: „Da blickt kein Mensch mehr durch. Heute so und morgen wieder anders.“ Darum beschränkt sich die Darstellung auf die Regelungen bei der Lufthansa (LH). Benutzer der Economy-Klasse können bekanntlich – mit Ausnahme von Nordatlantikflügen – 20 Kilo Freigepäck mitnehmen, in der ersten Klasse sind es 30 Kilo. Bei Flügen in eine begrenzte Zahl von Ländern gelten Höchstgrenzen von 20 Kilo für die Economy-, 30 Kilo für die Business- und 40 Kilo für die erste Klasse. Überschreitet das Gewicht der Sportgeräte zusammen mit dem Koffer diese Limits, dann werden die entsprechenden Übergepäckgebühren fällig.

Eine Golftasche indessen wird, solange sie nicht schwerer ist als 15 Kilo, bei der LH nur mit sechs Kilo Übergewicht angerechnet. Somit fallen etwa folgende Kosten an (one-way-Preise): ab Frankfurt nach London 41 Mark, Kopenhagen 48 Mark, Pisa 50 Mark, Nizza 45 Mark, Edinburgh 57 Mark, Korfu 75 Mark, Casablanca 84 Mark, Lissabon und Faro 83 Mark.

Auf Flügen in die USA sind in der Touristen- und in der Business-Klasse der LH generell zwei Gepäckstücke erlaubt, von denen eines 158 und das andere 140 Zentimeter Außenmaß (= Länge + Breite + Höhe) aufweisen darf. Beschränkt sich der Reisende auf nur ein Stück, dann transportiert für ihn die Lufthansa als zweites Stück eine Sportausrüstung, deren Dimension die Außenmaßgrenze von 158 Zentimetern überschreiten kann, zum Beispiel ein Surfbrett oder ein Fahrrad.

Einige Airlines fliegen seit Jahren Motorräder zu Pauschalpreisen in die USA. Jetzt gibt es auch ein LH-Sonderangebot: ab Frankfurt nach Los Angeles oder nach San Francisco zum Holiday-Tarif von 3078 Mark an, für Fahrer und eine Maschine bis zu 250 Kilo. Wiegt das Motorrad mehr, beginnt der Preis bei 3278 Mark. Die Lufthansa weist übrigens darauf hin, daß der US-Zoll nur „absolut saubere“ Maschinen akzeptiere. Ist der Feuerstuhl verdreckt, so wandert er ins kostenpflichtige Dampfbad;

Camper dürfen Propan- und Butangasflaschen nicht in die Luft mitnehmen. Taucher müssen Sauerstoffflaschen leer transportieren. Fahrräder sollten gut verpackt mit in Fahrtrichtung gedrehtem Lenker aufgegeben werden; 150 Mark kosten neuartige Packsäcke für Fahrräder, die sich sogar, über die Schulter gehängt, tragen lassen.