In der Bundesrepublik verteuerte sich die Lebenshaltung im Juli um 0,7 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. Das liegt vor allem an den nicht mehr so günstigen Energiepreisen. So ist das leichte Heizöl nach den Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes mittlerweile um zwanzig Prozent teurer als noch vor einem Jahr. Bei den Kraftstoffen kam es zu einem minimalen Preisrückgang von 1,7 Prozent.

Keinen Grund zur Klage haben derzeit die Handwerker. Sie waren im zweiten Quartal dieses Jahres durchweg gut beschäftigt. Zu diesem Schluß kommt eine Untersuchung des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, nachdem zehntausend Betriebe unterschiedlichster Innungen befragt worden waren. Nur ein Sechstel der Firmen sprach von einer schlechten Geschäftslage. Die Zahl der Beschäftigten stieg um rund 2,5 Prozent – was allerdings vornehmlich auf Neueinstellungen im Baugewerbe zurückzuführen ist.

Die Zahlungsmoral der bundesdeutschen Unternehmen hat sich merklich gebessert. Nach Beobachtungen der Auskunftei Schimmelpfeng ist sie im zweiten Quartal dieses Jahres so gut wie seit acht Jahren nicht mehr. Quer durch alle Branchen beglichen 71,9 Prozent der beobachteten Unternehmen ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß. Gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg von 6,4 Prozent. Den Firmen fällt momentan das Bezahlen leichter, weil sie nach einer Analyse der Bundesbank über größere Liquiditätspolster verfügen.

Im ersten Quartal dieses Jahres kassierten die Kommunen mehr Steuern. Insgesamt nahmen sie 11,2 Milliarden Mark an Steuern ein. Das ist knapp ein Prozent mehr als im ersten Vierteljahr 1986. Die Gewerbesteuer machte mit 7,5 Milliarden Mark den größten Teil aus.

Landwirtschaftlich genutzte Grundstücke sinken im Wert. Eine ein Hektar große Scholle war 1986 rund 34 825 Mark wert, 5,5 Prozent weniger als noch 1985. Anfang der achtziger Jahre lag der Kaufwert bei 39 243 Mark. kah