Sind 3,4 Millionen Mark viel? Ansichtssache. Ist Heinrich von der Beek, der Ex-Konkursverwalter der Maxhütte, mit diesem Betrag für seine Leistungen an der Pleitehütte überbezahlt? Nicht doch! Immerhin mußte der Düsseldorfer Rechtsanwalt für diese Summe zwei Monate lang arbeiten. Zweitens ist diese Bezahlung rechtlich völlig einwandfrei, und drittens hätten für dieses Geld ohnehin nur tausend der über viertausend Maxhüttenarbeiter gerade einen Monat lang weiterbezahlt werden können. Da reden wohl nur kleinliche Gemüter und Neider von unangemessen hohem Salär.

Dumm ist eigentlich nur, daß von der Beek im Juni von der Gläubigerversammlung abgesetzt wurde, weil sie ihn für unfähig hielt, Konkursverwalter zu sein. Jetzt darf die Öffentlichkeit sagen, welches Sümmchen der Nachfolger Jobst Wellensiek für seine Dienste an dem Pleiteunternehmen bekommt, denn dem eilt schließlich der Ruf voraus, ein ganz erfahrener Konkursverwalter zu sein. Wie gut, daß solche Zahlen veröffentlicht werden müssen. Dann wissen die um ihre Zukunft bangenden Hochofenarbeiter wenigstens, daß sie den falschen Beruf gewählt haben. Statt Stahlwerker wären sie besser Konkursverwalter geworden.