Gegenwärtig stehen die Sowjetunion und die Vereinigten Staaten neben Saudi-Arabien an der Spitze der großen Ölproduzenten der Welt. Doch in Zukunft könnten sich die Gewichte erheblich verschieben. Denn die derzeit bekannten Reserven beider großen Industrieländer reichen nur noch rund ein Jahrzehnt, um die gegenwärtige Fördermenge aufrechtzuerhalten. Neue Vorkommen, so es sie denn gibt, können meist nur unter schwierigsten Bedingungen und erheblichen Kosten ausgebeutet werden. Ganz anders hingegen ist die Situation im Nahen Osten. Allein die Ölreserven Saudi-Arabiens reichen aus, um die gegenwärtige Förderung knapp hundert Jahre beibehalten zu können. Die Abhängigkeit der Industrieländer von den Ölscheichs könnte wieder größer werden.