Wird endlich gut, was nun schon so lange währt? Das Frankfurter Lebensmittelfilialunternehmen co op AG, seit Ende 1985 auf der Suche nach einer Bank, die ihm beim Gang an die Börse behilflich sein soll, ist endlich fündig geworden: Der Schweizerische Bankverein will – wenn alles nach Plan verläuft – im Oktober das co op-Papier anbieten.

Der Schritt aufs Parkett bot sich an, als Ende 1985 die Gewerkschaftsholding BGAG auf der Suche nach Millionen für ihren maroden Wohnungsbaukonzern Neue Heimat ein . 39-Prozent-Paket an den Lebensmittelhändler verscherbeln mußte. Damals hatte co op-Chef Bernd Otto die Deutsche Genossenschaftsbank als Emissionsinstitut ausgesucht. Doch die Partner konnten sich nicht über den Einführungskurs einigen.

Daß später auch Commerzbank und Deutsche Bank gebeten wurden, die Börsenplacierung jedoch für verfrüht hielten und deshalb abwinkten, wird von der co op dementiert. Otto jedenfalls blieb tapfer bei seinen Ankündigungen. Im September, wenn der Schweizerische Bankverein Einzelheiten bekannt gibt, wird sich zeigen, ob die Zeit reif ist.

Acht Industrie- und Handelskammern aus drei Bundesländern ziehen an einem Strang. Sie setzen sich für die Schnellbahnverbindung Hannover-München ein und fordern den Bau einer Anschlußstrecke von Dortmund bis Kassel. Vorteil für die Dortmunder: Die Fahrzeit nach München würde sich von derzeit siebeneinviertel um drei Stunden verringern.

Die Bundesbahn will die Strecke Dortmund-Paderborn für den Schnellbahnverkehr ausbauen, hat aber die Entscheidung über die Verbindung von Paderborn nach Kassel vorerst verschoben, denn das würde 815 Millionen Mark kosten, aber nur 22 Minuten Zeitgewinn bringen.

Wenn das Bundesverkehrsministerium, das die Investitionen der Bundesbahn letztlich finanzieren muß, den Bau des „Ostkorridors“ nicht will, sollten nach Meinung von Walter Aden, Hauptgeschäftsführer der Dortmunder Kammer, notfalls die Länder Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen mit 150 Millionen Mark in die Bresche springen. Dabei fällt sogar für den nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Christoph Zöpel Lob aus der Wirtschaft ab. Aden: „Auch Herr Zöpel, der uns sonst Kummer macht, der zu jedem Straßenneubau zunächst einmal nein sagt, steht voll dahinter.“

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