Die DSL-Bank bietet ihren Kunden jetzt Wohnungsbau-Darlehen mit „sofortiger Tilgungsverrechnung und monatlichem Leistungseinzug“ an. Damit erfüllt sie als eines der ersten bundesdeutschen Kreditinstitute eine alte Forderung der Verbraucherverbände. Bislang ist es nämlich noch übliche Bankpraxis, die Tilgungsraten jeweils am Quartalsende einzufordern, sie allerdings erst zum Jahreswechsel auf den Kredit anzurechnen. Der Kunde hat also einen Zinsverlust. Und das, obwohl es doch gemeinhin heißt: Eine Schuld erlischt, wenn die Leistung erbracht worden ist. Da aber hierzu noch ein Urteilsspruch des Bundesgerichtshofes aussteht, warten die meisten Banken ab.

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Fast scheint es eine kleine Aufmerksamkeit im Rahmen der 750-Jahr-Feier der alten Reichsstadt zu sein. Begibt doch das Land Berlin eine neue Anleihe mit zehnjähriger Laufzeit und einer Rendite von 6,6 Prozent, bei der Berliner Anlegern eine Vorzugsbehandlung garantiert wird. Für sie ermäßigt sich die auf Zinserträge zu zahlende Einkommensteuer um dreißig Prozent.

Das Interessante an den beiden Anleihen, die die Deutsche Bank momentan begibt, ist nicht der Zins. Die zehnjährige DM-Auslandsanleihe wird mit fünf Prozent, die Schweizer-Franken-Anleihe mit viereinhalb Prozent verzinst. Interessant sind vielmehr die beigefügten Optionsscheine, die zum Erwerb von Deutsche-Bank-Aktien berechtigen – das Stück zu 680 Mark. Zum Wochenanfang wurde der gleiche Wert zum Kurs von 724 Mark gehandelt. kah