Eine neue Tranche steuerbegünstigter Berlindarlehen nach § 16 Berlinförderungsgesetz hat jetzt die Berliner Weberbank aufgelegt. Dabei geben Anleger der Bank aus eigenen Mitteln einen Kredit mit einer Laufzeit von acht Jahren, der ab 1991 in fünf gleichen Jahresraten getilgt wird. Das Darlehen wird mit fünf Prozent jährlich verzinst, aber zusätzlich können zwölf Prozent des gezeichneten Berlindarlehens (Mindestsumme zehntausend Mark) von der Lohn-/Einkommensteuer abgezogen werden. Dadurch steigt die Rendite auf 7,68 Prozent, sie liegt also um knapp zwei Prozentpunkte über der derzeitigen Rendite festverzinslicher deutscher Wertpapiere. Die Bank plant, im Herbst auch eine neue Tranche von Berlindarlehen nach § 17 Berlinförderungsgesetz aufzulegen.

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Für Bausparer ist der 30. September ein wichtiger Termin. Dann läuft nämlich die Frist aus, bis zu der die Wohnungsbauprämie für das vergangene Jahr beantragt werden kann. Prämienbegünstigt (mit mindestens 14 Prozent) sind bei Verheirateten 1600 Mark und bei Ledigen 800 Mark der im Jahre 1986 eingezahlten Bausparbeiträge, wenn 1985 bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschritten wurden. Die gesetzliche Grenze von 24 000 Mark (Ledige) und 48 000 Mark (Verheiratete) plus 1800 Mark je Kind unter 18 Jahren betrifft das zu versteuernde Einkommen. Das Bruttoeinkommen kann wegen verschiedener Freibeträge erheblich höher liegen. Nach Berechnungen der Landesbausparkassen kann zum Beispiel ein verheirateten Arbeitnehmer mit zwei Kindern bis zu einem Jahresbruttolohn von rund 63 000 Mark noch in den Genuß der Prämie kommen. bm