Die Lebenshaltungskosten klettern weiter, wie erste Ergebnisse aus ausgewählten Bundesländer zeigen. So verteuerte sich in Nordrhein-Westfalen die Lebenshaltung im August um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für die ersten acht Monate allerdings errechnete das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik in Düsseldorf noch einen Preisrückgang um 0,2 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Für den Umweltschutz stehen der Wirtschaft im kommenden Jahr aus zinsgünstigen Kreditprogrammen der staatlichen Sondervermögen 3,5 Milliarden Mark zur Verfügung. Das sind 700 Millionen Mark mehr als in diesem Jahr. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums sieht der ERP-Plan, der für den Wiederaufbau nach dem Krieg gegründet wurde und heute den Mittelstand und Umweltschutzmaßnahmen fördert, für 1988 zinsgünstige Kredite in Höhe von 4,35 Milliarden Mark vor.

Nur wenig bessern wird sich in den kommenden Monaten die Lage am Arbeitsmarkt. Nach einer Prognose des HWWA-Instituts für Wirtschaftsforschung in Hamburg wird die Beschäftigtenzahl kaum kräftiger steigen als in der ersten Hälfte des Jahres und die Zahl der Arbeitslosen nur geringfügig zurückgehen.

Noch in den achtziger Jahren wird die Ölförderung in der Nordsee ihren Höhepunkt erreichen. Diese Ansicht vertritt die Deutsche BP. Die Gesamtförderung betrug 1986 über 177 Millionen Tonnen. Allerdings kam die Hälfte davon aus den fünf größten Feldern. Die Hälfte aller Nordsee-Ölfelder hingegen produzierte weniger als eine Million Tonnen. Größter europäischer Ölproduzent ist Großbritannien mit über siebzig Prozent der Gesamtförderung.