Wirtschaft

Länder im Vergleich

Der Warenaustausch der Vereinigten Staaten mit den wichtigsten Handelspartnern riß große Löcher in die Handelsbilanz. Insgesamt Äußten die ÜSA 1986 eiri Defizit Von rund 150 Milliarden Dollar hinnehmen.

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DIE ZEIT

Ruhe um die Reifeprüfung

Es müssen ein paar Worte gesagt werden zu einem Nicht-Ereignis: Die Kultusminister der deutschen Länder haben Ruhe und Vernunft walten lassen.

Büchermesse und Büchermassen

Alle drei Jahre ein neues Automodell der Spitzenklasse, jedes Jahr ein neuer Zeitgeist und zu jeder Saison eine andere Rocklänge: Wir haben uns dem immer schnelleren Rhythmus der Meinungen und Moden anbequemt und reagieren mit professionellem Gleichmut.

Was schulden wir den Schuldnern?

Den Chronisten und Kommentatoren der Schuldenkrise gehen allmählich die Metaphern aus. Seit fünf Jahren bemühen sie Bilder wie Zeitbombe, Erdbeben, Springflut oder Flächenbrand, um die Gefahren zu veranschaulichen, die der Weltwirtschaft drohen, weil auf Entwicklungs- und Schwellenländern der gewaltige Schuldenberg von mehr als 1000 Milliarden Dollar lastet.

In Nicaragua erscheint "La Prensa" wieder: Energisch bis zum guten Ende

Die Herausgeber der Oppositionszeitung La Prensa bezeichnen ihr Blatt gern als "die Zeitung Nicaraguas". Und das trifft in mancher Hinsicht nicht allein wegen der Tatsache zu, daß sie bei der zwangsweisen Schließung durch die Sandinisten vor fünfzehn Monaten mit 70 000 Exemplaren das auflagenstärkste Blatt gewesen war.

Worte der Woche

"Es kann nicht hingenommen werden, daß ein Verbrecher die Früchte seines verwerflichen Handelns auch noch genießen darf. Die durch Verbrechen angesammelten Vermögenswerte müssen aufgespürt und eingezogen werden.

Zeitspiegel

Vom "Reiche des Bösen" redet die Reagan-Administration ja schon lange nicht mehr. Das bedeutet aber nicht, daß sie die Sowjetmenschen ungestraft in den Himmel loben darf.

Kieler Krise: Zwei Kandidaten, keine Mehrheit

Die Fronten klären sich in Kiel, aber ein Ende der "schleswig-holsteinischen Verhältnisse" ist nicht in Sicht. Immerhin hat die CDU mit der Nominierung ihres Kandidaten nun eine Unklarheit beseitigt.

Wörner zur Nato?: Job mit wenig Wert

Seien wir ehrlich: Keiner weiß, ob der Posten des Nato-Generalsekretärs wirklich wichtig ist. Wer das Amt und die Wirkungsgrenzen seines Inhabers kennt, wird wohl eher der Auffassung zuneigen, daß es eine Sinekure mit begrenzter Handlungsvollmacht ist: der goldene Knopf auf der Fahnenstange, an deren Leine unten andere ziehen.

Wolfgang Ebert: Aufgelesen

"... es soll ‚Die unendliche Kränkung‘ heißen und hat zum Thema: Warum sich bayerische Politiker so schnell gekränkt und beleidigt fühlen und warum sie dann so aggressiv werden.

Dauerkrise auf den Philippinen: Corys Gegner sammeln sich

Die philippinische Dauerkrise hat die Nerven in Manila wundgescheuert: Regierungstreue Truppen stoppen einen Konvoi "meuternder" Einheiten, um dann herauszufinden, daß dieser zum Kampf gegen die linke Guerilla der "Neuen Volksarmee" (NPA) in Marsch gesetzt wurde; Marinesoldaten wird der Zugang zu einer Luftwaffenbasis verwehrt, von der aus sie zum Einsatz gegen die NPA geflogen werden sollten.

Japans Regierungschef wird neu gewählt: Zurück zum guten alten Trott?

Jedes Land hat seine Uniformen. Das Häuflein der japanischen Rechtsradikalen zieht vornehmlich mit großen, graublauen Lastwagen durch den Großstadtverkehr – die Seiten mit Spruchbändern und Fahnen verhängt, aus dem Lautsprecher auf dem Dach prasseln Marschmusik und martialische Parolen auf die wie stets eiligen Passanten herab.

Aufruhr auf dem Dach der Welt

Ein deutscher Sinologe formulierte es drastisch: Kanzler Kohl sei "von allen guten Geistern verlassen" gewesen, als er im Juli Tibet besuchte.

Fidschi: Entmachtung der "Ausländer"

Das wäre Verrat!" rief erzürnt Ihre Majestät Elizabeth II., die Königin von England (und Fidschi), als im Buckingham-Palast bekannt wurde, das aus 500 Inseln bestehende Commonwealth-Dominium solle demnächst zur Republik erklärt werden.

NAMEN UND NACHRICHTEN

Neue Runde im Golfkrieg? In Bagdad schlug eine iranische Rakete ein. Irakische Bomber griffen iranische Ölanlagen an, während in den letzten Tagen die von amerikanischen Kriegsschiffen begleiteten Tanker-Konvois unbehelligt den Golf passierten, verschärften die Gegner ihre Angriffe auf Landziele.

Los von Rom?

Miteinander – gegeneinander: die alten neuen Spannungen zwischen den Volksgruppen in Südtirol

"Nichts versäumen, nichts verschulden"

Köln, am 5. September 1977: Fünf Terroristen ermorden die vier Begleiter von Hanns Martin Schleyer und entführen ihn. Dieser Terroranschlag ereignete sich in Nordrhein-Westfalen – ein Fall also für die dortige Polizei und das Bundeskriminalamt.

Blutige Wies’n

Waffen hat dieses Volk vielerlei; als Wurfgeschoß dient ein irdener Krug mit Henkel, der ihn auch zum Hiebe tauglich erscheinen läßt.

Machtwort der Ohnmächtigen

Was der nordrhein-westfälische Landesverband der SPD am vergangenen Wochenende in Bochum beschlossen hat, ist nicht gerade eine taktische Meisterleistung.

Im Kern verfilzt

Die Autoren des Kalkar-Gutachtens sind vielfältig mit der Atom-Industrie verbunden

Bernhard Blohm:: Zorn auf den Zuchtmeister

Zwei Ereignisse, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, müssen Bundesregierung und Bundesbank zu denken geben. Vor den Mitte September im dänischen Nyborg versammelten Finanzministern und Notenbankgouverneuren der Europäischen Gemeinschaft warb der Präsident der EG-Kommission, Jacques Delors, vehement für eine alte Idee: Die Zeit sei reif, sagte er den Kollegen, daß Großbritannien beim Europäischen Währungssystem (EWS) endlich voll mitmache, daß auch dieses Land sich den Regeln und Vereinbarungen für stabilere Wechselkurse in der Gemeinschaft unterwerfe.

"Notfalls revidieren"

Delaporte: Der Reaktortyp "Schneller Brüter" bleibt sehr interessant, aber wir haben es nicht sehr eilig. Die Aussichten auf eine Verknappung von Uran sind in beträchtliche Ferne gerückt, auf jeden Fall über dreißig Jahre hinaus.

Bonner Kulisse

Zustände wie im Schlaraffenland und schlampigen Umgang mit Steuergeldern konstatierte der Präsident des Steuerzahlerbundes, Armin Feit.

Bundesbank: Und ewig lockt das Geld

In der Presse wurde das Jubiläum ausgiebig gefeiert. Aber in der Wilhelm-Epstein-Straße 14 in Frankfurt ging alles seinen gewohnten Gang.

Familienuntemehmen: Ein hausgemachter Multi

Im Gästebuch des togolesischen Staatspräsidenten Gnassingbe Eyadéma hat sich der Rosenheimer Unternehmer Josef März mit dem Satz verewigt: "Ich liebe dieses Land, weil es wie Bayern von Schwarzen regiert wird.

Auf dem Weg zur Mediengewerkschaft: Vom Fortschritt gebeutelt

Sprache kann verräterisch sein. Der Kongreß habe "keine neuen Hürden" auf dem Weg zu einer Mediengewerkschaft aufgebaut, erklärte Erwin Ferlemann, der Vorsitzende der IG Druck und Papier, nach dem außerordentlichen Gewerkschaftstag seiner Organisation im schwäbischen Fellbach in der vergangenen Woche.

Großbritannien: Murdochs neues Opfer

Rupert Murdoch, dessen Medienreich unaufhaltsam wächst, ließ in einem Handstreich an der Börse knapp fünfzehn Prozent der Aktien des britischen Mischkonzerns Pearson aufkaufen und schickte dem völlig überraschten Opfer sofort eine Beruhigungspille.

Umweltschutz: Ein Haufen Probleme

Wer es nicht glaubt, daß der Mensch mit zuviel Hund auf den Hund kommt, der mache eine Reise nach Berlin. Denn unsere kleinen und großen vierbeinigen Freunde stoßen in dieser Stadt täglich schätzungsweise fünfzehn Tonnen Hundekot aus, wodurch die Stadt flächendeckend mit "tierischen Tretminen" (Der Spiegel) bedeckt wird.

Klasse statt Masse

Die arbeitsmarktpolitischen Probleme des Bevölkerungsrückgangs sind beherrschbar

Italien: Krach mit Rom

Eine Kooperation im Fernmeldegeschäft mündet in Streit um eine erfolgreiche Managerin

ZEITRAFFER

Im knapp 57 500 auf 2,1 Millionen zurückgegangen. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit betrug die Arbeitslosenquote 8,4 Prozent gegenüber 8,6 Prozent im August.

Einzelhändler mit Blockwartmentalität

Hirche: Sie ist völlig unmöglich. Sie führt zu einer Ausweiskontrolle, wie wir sie sonst nur kennen, wenn Minderjährige ins Kino gehen und nicht jugendfreie Filme ansehen wollen.

MANAGER UND MÄRKTE

Im Produktionswerk von Telefunken in Hannover fürchten rund neunhundert Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze. Der Eigentümer von Telefunken, der französische Thomson-Konzern, dem in der Bundesrepublik auch die Unterhaltungselektronik-Marken Saba und Nordmende gehören, überprüft zur Zeit offensichtlich seine europäischen Produktionsstandorte auf ihre Wirtschaftlichkeit.

Ein Unternehmen mit Durchblick

Erich Honecker hatte sich für seine Begegnung mit deutschen Wirtschaftsvertretern Anfang September in der Kölner Industrie- und Handelskammer etwas Besonderes ausgedacht.

Der Mensch ist keine Ware

Was tun gegen das Krebsübel Massenarbeitslosigkeit? Obwohl Antworten auf diese zentrale Frage der Wirtschaftspolitik mittlerweile ganze Bibliotheken füllen, läßt sich nicht behaupten, daß die Lösung des komplexen Problems in Theorie und Praxis bereits in greifbare Nähe gerückt wäre.

"Modell deutscher Möglichkeiten"

Für Fremde ist es ein Begriff, vollgestopft mit Neid und dem Wunsch, den Gegenstand zu verkleinern; für Schwaben ist es Ausdruck lang bewiesener wirtschaftlicher Überlegenheit, hausgemachter Stabilität – das Wort vom Musterländle.

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