All jenen, die mit den flotten Schülerkalendern voll Littis und Steffis und modischem Schnickschnack nicht zufrieden sind, seien hier ein paar ernsthaftere Begleiter durch das Jahr 1988 empfohlen:

In der Edition dia der engagierten Lateinamerikanischen Kulturvereinigung ist der prachtvolle, großformatige Wandkalender „Gesang für America“ erschienen, dessen Bilder der Maler Sergio Vesely nach aztekischen Motiven schuf. Sie beziehen sich auf den poetischen Zyklus, den er gemeinsam mit Urs M. Fiechtner schrieb (als Phototaschenbuch bei der Edition dia). Beeindruckende Schwarzweißphotos von João Urban enthält der zweite Wandkalender der Edition dia: „Ungewißheit – Tagelöhnerkinder in Brasilien“ mit einem Textbeitrag von Teresa Urban und mitinitiiert von terre des hommes. Der inzwischen bekannte Postkarten-Wandkalender von amnesty international mit starken Gedichten bekannter Poeten ist auch für 1988 erschienen: „Kalender für ai“.

Informationen, Adressen, Bilder, erhellende Texte und auch allerlei Praktisches von Postgebühren bis zu Stundenplänen enthalten die Taschenkalender „Frieden ’88“ und „Dritte-Welt-Kalender ’88“. Sie sind im Lamuv Verlag herausgegeben. worden und wenden sich – wie der „Greenpeace-Kalender 1988“ aus dem Harms Verlag – besonders an junge Leute, die ihr politisches Bewußtsein nicht bei der Yuppiezentrale abgegeben haben.

Ein Taschenkalender für Kinder sei nicht vergessen, der in der von Gunter Steinbach betreuten Reihe „Aktion Ameise“ im Franz Schneider Verlag erschienen ist: „Die Natur im Jahreslauf – Tips für draußen“. Die Autoren Rudi Pröller und Fritz Wendler entzünden hier mit anschaulichen Bildern und spannenden Texten ökologisches Bewußtsein durch Information. J. P.