Der Durst der bundesdeutschen Biertrinker, einst Weltspitze, geht zurück. Die zwölfhundert Brauereien haben in den ersten zehn Monaten dieses Jahres zwei Prozent weniger Bier gebraut. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, ging der Bierausstoß auf 77,5 Millionen Hektoliter zurück. Auch die Karlsberg Brauerei, eine der fünf größten Privatbrauereien der Bundesrepublik, verkaufte weniger Bier und will 1988 die Bierpreise nicht erhöhen. Der Getränke läßt nach, alkoholfreie Getränke sind auf dem Vormarsch.

Die Schattenwirtschaft in der Bundesrepublik ist weniger umfangreich als vermutet. Zu diesem Ergebnis kommt das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen. In der ersten Hälfte der achtziger Jahre wurden nur zwischen 2,5 und 5,2 Prozent der Wertschöpfung der offiziellen Wirtschaft schwarz verdient. Bisher schätzten Fachleute den Umfang der Schwarzarbeit auf etwa zehn Prozent. Grund: Die Hälfte aller wirtschaftlichen Tätigkeiten wie chemische Industrie, Maschinenbau oder Versicherungen sind für die Schattenwirtschaft ungeeignet.

Dienstleistungen bestimmen immer stärker das Tempo des Wirtschaftswachstums. Der Anteil der Dienstleistungen am Bruttosozialprodukt ist von 1960 bis 1986 von 41 auf 55 Prozent gestiegen, wie das Institut der Deutschen Wirtschaft mitteilte. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Beschäftigten von zehn auf vierzehn Millionen gestiegen. mt