Hier meldet sich Saddledome live vom entscheidenden Abstiegskampf zwischen den alten Rivalen CSU und CDU (verstärkt, beziehungsweise geschwächt durch FDP-Spieler). Das Spiel steuert gerade seinem Höhepunkt zu! In diesem Hexenkessel spielt jeder gegen jeden. Geißler bringt aus halblinker Position brisantes Papier ins Spiel, in diese Lücke stößt kämpferisch Rita Süssmuth, wird aber ihrerseits von ihrem eigenen rechten Flügel total unter Druck gesetzt und von "Strafbully" Strauß mit knirschenden Kufen angefahren.

Im Torraum legt sich jetzt Haussmann bei der Quellensteuer quer, was von Stoiber sofort mit einem Strafstoß quittiert wird. Von der Strafbank signalisiert Lambsdorff seinem Spielerkapitän Kohl erfolglos, daß er wieder mitspielen will. Aber da wirft sich Bangemann ins Spiel, um das Koalitions-Eis zu brechen, und setzt zu einem seiner gefürchteten Alleingänge an. Er wird aber von Tandler – "Der Bursche muß vom Eis" – mit einem gezielten Stockschlag nach Brüssel befördert.

Im Torraum läuft Blüm schon wieder in eine südafrikanische Abseitsfalle des "Münchner Blocks" und wächst dabei über sich selbst hinaus – einfach großartig!

Hinterm Tor sucht Kohl immer noch nach einer Verteidigungskonzeption und versucht, die "Lance-2"-Rakete behutsam auf Eis zu legen.

Rasant spielt Geißler die Bande an, aber die CSU kontert sofort und drängt ihn hinter den "Eiswurst-Äquator" zurück, von wo sie der CDU zwei Selbsttore ins Netz knallt. Das Koalitionsspiel klappt einfach nicht, gerade verpaßt das Kohl-Team wieder eine Chance zum Ausgleich mit der CSU. Der übernervöse Kassentorwart Stoltenberg bekommt den Puck nur so um die Ohren gehauen, er wirkt angeschlagen – steckt ihm etwa noch das Kieler Foulspiel in den Knochen?

Aus seinem Hinterhalt stürmt Strauß mit einem seiner bekannten Kohl-Briefe am Stock an Kohl vorbei ins feindliche Drittel der Arena, wo er ihn der Presse zuspielt, die das Schreiben wunschgemäß zu einem Störfall hochspielt.

Rundumverteidiger Strauß würde mit seinen Gegnern wohl lieber Schlitten fahren als Eishockey spielen. Nun muß er nach einem harten Bodycheck mit Fink vom Eis. – Der Kampf wird immer brutaler. Haussmann spielt auf Wackersdorf an, Stoiber droht der FDP mit einem Katz-und-Maus-Spiel, die Nummer 13, Todenhöfer, wird von Geißler unfair angegriffen und verläßt verletzt das Eis. Tandler versucht, Geißler auszuspielen, auf der Gegenseite umspielt Genscher alle Mitspieler und sich selber.

Wir blenden uns aus, bevor es in die Verlängerung geht, und fragen uns: War das noch die Wende – oder schon das Ende?