Der Börsencrash vom Oktober vergangenen Jahres ist zwar noch längst nicht vergessen, doch beginnen seine weltweit geschlagenen Wunden zu heilen. Das gilt auch für den deutschen Aktienmarkt, der sich im Februar unter Schwankungen deutlich erholt hat.

Begünstigt wurde die freundliche Tendenz an den deutschen Börsen durch den stabileren Dollar. Um so empfindlicher wurde auf die Aussage des schweizerischen Notenbankpräsidenten reagiert, der für die zweite Jahreshälfte einen neuen Schwächeanfall des Dollars für wahrscheinlich hält.

Solche Prognosen führen dazu, daß steigende Aktienkurse, besonders in den exportabhängigen Papieren, immer wieder zu Gewinnmitnahmen genutzt werden. Das sorgt letztlich allerdings für technisch gesunde Märkte und setzt ständig Mittel frei, die erfahrungsgemäß ziemlich rasch wieder in Aktien investiert werden.

Für einen Klimawandel in den deutschen Börsensälen spricht im übrigen die wachsende Zahl von Sonderbewegungen. Kaufempfehlungen, die eine solide Analyse zur Grundlage haben, stoßen auch bei Privatanlegern auf Interesse. So konnten sich Porsche Vorzugsaktien inzwischen deutlich von ihrem bisherigen Tiefstkurs erholen. Der Horten-Kurs reagierte positiv auf eine mögliche Wiederaufnahme der Dividendenzahlungen. Und selbst für Papiere großer Baugesellschaften – wie Hochtief – gibt es plötzlich Käufer, die meinen, daß es falsch sei, die gesamte Bauwirtschaft in eine gewinnschwache Ecke zu stellen. K. W.