Ein norwegischer Reeder plant den Bau eines neuen Super-Kreuzfahrtschiffes. Die „Phoenix“ soll 250 000 Bruttoregistertonnen vermessen und mehr als 5000 Passagieren Platz bieten.

Nach Angaben von Knut Utstein Kloster, dem mittlerweile die größte Passagierflotte der Welt gehört, wird das neue Schiff 380 Meter lang sein. Die Aufbauten werden gut 60 Meter über den Wasserspiegel ragen, was etwa der Höhe eines 20stöckigen Hauses entspricht.

Der Rumpf des schwimmenden Leviathans wird – jedenfalls von der Front- und Seitenansicht her – an konventionelle Bauweisen erinnern. Das Heck des Superkreuzers wollen die Konstrukteure jedoch mit einer futuristisch anmutenden Technik versehen. Vier Tenderschiffe mit einer Kapazität von jeweils 400 Passagieren sollen durch die geöffneten Tore in den Bauch der „Phoenix“ hineinfahren können.

Mit diesen vier Tochterschiffen sollen die eigentlichen Ausflugsfahrten unternommen werden, denn die „Phoenix“ selbst dient eher als schwimmende Stadt im Meer. So bestehen ihre Decksaufbauten aus drei zehnstöckigen Wohntürmen, die zum Teil terrassenförmig angelegt sind. Jede Kabine verfügt über einen eigenen Balkon. 5200 Passagiere sollen hier Platz finden, dazu kommt die gut 1800 Personen zählende Besatzung.

Es gibt nicht nur eine Kommandobrücke, Sonnendecks und Pools wie auf jedem konventionellen Kreuzfahrtschiff, sondern auch Hubschrauberlandeplätze und palmengesäumte Sandstrände. Das bordeigene Theater hat über 2500 Sitze, vorgesehen sind ein Auditorium mit 2000 Plätzen und ein Kongreßzentrum für 1500 Besucher.

An breiten Flanierboulevards liegen Boutiquen, Schönheitssalons, Restaurants, Nachtklubs und diverse Spielkasinos – auch eine Kirche soll nicht fehlen.

Wie es heißt, hätte Reeder Kloster seine „Phoenix“ gern in Deutschland bauen lassen. Doch letztlich gab wohl der Preis den Ausschlag. Kloster scheint im Augenblick bereits mit einer japanischen Werftengruppe handelseinig, die erst einmal den Rumpf herstellen wird. Henry Braunschweig