Die letzte Märzwoche brachte dem deutschen Aktienmarkt Verluste. Der wieder labile Dollar, die Angst vor steigenden Zinsen in den Vereinigten Staaten, die Aussagen auf der Siemens-Hauptversammlung und nicht zuletzt Falschmeldungen über Kurzarbeit bei Daimler lösten massive Gewinnmitnahmen des Berufshandels und der institutionellen Anleger aus.

Daß die vom Bund zum Preis von 238 Mark angebotenen VW-Stammaktien dennoch plaziert werden konnten, ist den intensiven Vorbereitungen der Kreditinstitute zu verdanken. Als der VW-Kurs in der Vorwoche bis auf 256 Mark geklettert war, gab es sogar eine größere Nachfrage. Inzwischen ist manche Zeichnung storniert worden.

Nach den Kurseinbrüchen bei fast allen Standardaktien scheint die Rückkaufsneigung wieder zu wachsen. Das schafft eine Widerstandslinie, die Basis für eine durchgreifende Kurserholung werden könnte. Voraussetzung ist allerdings, daß die bevorstehenden Bilanzpressekonferenzen großer Unternehmen einen besseren Eindruck hinterlassen, als dies bei Siemens der Fall war. In der Großchemie scheint Optimismus durchaus angebracht. Von den Bilanzpressekonferenzen der Banken wird diesmal wenig Auftrieb erwartet. Ihn hat nicht einmal die beeindruckende Ertragssituation der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank bringen können. Das Fehlen ausländischer Kaufaufträge macht sich besonders bei der Deutschen Bank bemerkbar. K. W.