Der Stromverbrauch in der Europäischen Gemeinschaft war 1987 mit 1566 Milliarden Kilowattstunden um 3,3 Prozent höher als im Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Amtes der EG stieg die Stromerzeugung um 2,9 Prozent. Die stärksten Zuwachsraten beim Verbrauch gab es in Portugal (5,2 Prozent) und Italien (4,9 Prozent). In der Bundesrepublik Deutschland wurden mit knapp 396 Milliarden KWh Strom 3,1 Prozent mehr verbraucht als 1986. Ebenfalls um 3,1 Prozent stieg auch die deutsche Stromerzeugung. Die Erzeugung von Atomstrom in der Bundesrepublik stieg hingegen um 9,9 Prozent von 112,1 auf 123,2 Milliarden KWh. Dagegen war die Produktion von 1985 auf 1986 noch um 6,2 Prozent zurückgegangen.

Frauen verdienen weltweit immer noch wesentlich weniger als Männer. Am geringsten sind die Lohnunterschiede nach einem Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (Ilo) in Schweden. Dort betrug die Differenz 1986 nur noch 9,6 Prozent. Am größten war die Kluft mit fünfzig Prozent in Korea. Mit 17,5 Prozent sind die Baugenehmigungen im Januar gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat deutlich gestiegen. Besonders stark war der Anstieg mit 24,1 Prozent bei den Genehmigungen für Einfamilienhäuser. Nur geringfügig um 2,4 Prozent haben hingegen die Genehmigungen für Eigentumswohnungen zugenommen.

In der DDR wächst die Kritik an den extremen Wartezeiten beim Neuwagenverkauf. In Ost-Berlin werden derzeit Mitte 1977 bestellte „Trabant“ und Mitte 1974 georderte „Wartburg“ an die Käufer ausgeliefert. In der DDR-Provinz sind die Wartezeiten zum Teil noch erheblich länger. Die Ost-Berliner Fachzeitschrift Kraftfahrzeugtechnik stellte fest, daß der „Anteil kritischer Leserstimmen“ zur Pkw-Produktion und -Entwicklung „wesentlich größer geworden ist“. Doch trotz der Lieferschwierigkeiten ist die Motorisierung auch in der DDR erheblich gestiegen. Inzwischen verfügt jeder zweite Haushalt über einen Pkw. Insgesamt sind rund 3,5 Millionen Wagen zugelassen.