Gewisse Ereignisse zwingen dazu, vor den Osterferien bestimmten Schülern doch noch rasch Zensuren zu erteilen.

Stoltenberg: Durch seinen unaufhaltsamen Leistungsabfall ist Gerhard in eine tiefe Krise geraten. Besonders schwere Fehler sind ihm in seinem Lieblingsfach, dem Rechnen, unterlaufen. Um wenigstens das Klassenziel zu erreichen, rät ihm das Schulkollegium, wöchentlich drei Doppelstunden Mathematik-Nachhilfe zu nehmen.

Lafontaine: Aus dem Klassenkämpfer Oskar ist ein Kassendämpfer geworden, der sich gerne auf Kosten seiner Mitschüler in Szene setzt. Auch sein ungestümes Vordringen in die erste Bank beobachtet die Klassengemeinschaft mit argwöhnischem Mißtrauen.

Zimmermann: Friedrich ist ein ungemein disziplinierter Schüler, der sich von Dummenjungen-Streichen fernhält. Er spielt gerne den kleinen Sheriff und könnte bedenkenlos mit Kontrollaufgaben in den Klassen betraut werden.

Möllemann: Jürgen schnippt immer den Zeigefinger, um durch völlig irrelevante Zwischenrufe den Unterricht zu stören.

Späth: Der strebsame Lothar erhielt soeben für seinen Aufsatz über die Stammestreue in der schwäbischen Volksseele die Note Eins. Wenn er seine Neigung zügelte, den eigenen Kopf durchzusetzen, könnte er es zum Klassensprecher bringen.

Engelhard: Hans ist bisher kaum irgendwie aufgefallen, da er während des Unterrichts meist schläft. Leider stört er aber neuerdings durch lautes Schnarchen.