Am Abend dieses rabenschwarzen Montags standen Millionen Menschen vor einem Scherbenhaufen. Hunderttausende verloren an einem einzigen Tag die Hälfte ihres gesamten Vermögens oder sogar noch mehr. Insgesamt, so stand es am nächsten Tag in den Zeitungen, waren die amerikanischen Aktionäre innerhalb von Stunden um die unvorstellbare Summe von 520 Milliarden Dollar ärmer geworden. Panik, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit regierten in den Bürotürmen von Manhattan.

Nicht so in den Chefetagen von Flipper-Rainbow, Inc. und Nots, Ink & Matters. Gewiß, die Dramatik dieses Tages war auch an Rope und Lock nicht spurlos vorübergegangen, aber ihre Erregung hatte einen anderen Grund als die der gebeutelten Aktionäre, Broker und Bankmanager. Ihre Rechnung war aufgegangen. Noch wußte Rope es nicht genau, aber weniger als zweihundert Millionen Dollar Gewinn dürfte Nots, Ink & Matters an diesem Tag wohl nicht gemacht haben, schätzte er.

Rope griff zum Telephon: "Alles in Ordnung?" fragte er seinen Gesprächspartner. "Alles in Ordnung", erhielt er zur Antwort, dann legte er auf.

Am Dienstag, dem 20. Oktober, so las man einige Tage später im Wall Street Journal, habe ein unbekannter Investor den Kursrutsch an den amerikanischen Börsen mit einem genialen Coup beendet. An der Chicagoer Börse sei völlig unerwartet ein millionenschwerer Kaufauftrag für einen bestimmten Aktienindex eingegangen. Die fünf Millionen Dollar hätten gereicht, um den Markt zu stabilisieren und die irrsinnige Abwärtsspirale zwischen den Terminbörsen und der Wall Street zu unterbrechen.