Wer in diesen Tagen über seiner Einkommensteuererklärung für das Jahr 1987 sitzt, der weiß, wie schnell sich dabei Fehler einschleichen können. Das hat mitunter fatale Folgen. Ein Beispiel: In dem Faltblatt des Finanzamtes muß man ein Konto angegeben, damit die erhoffte Steuerrückerstattung auch überwiesen werden kann. Die eingetragene Nummer sollte man noch einmal genau prüfen, denn die entsprechenden Angaben müssen auf jeden Fall stimmen. Das Finanzamt haftet nämlich nicht, wenn der Betrag aufgrund falscher Kontoangaben an einen Dritten überwiesen wird. Darauf macht die BHW Bausparkasse aufmerksam und verweist auf ein Urteil des Bundesfinanzhofes. Ein Steuerpflichtiger kreuzte nämlich unter der Rubrik „Konto wie im Vorjahr“ das Kästchen „Ja“ an, obwohl er zwischenzeitlich das Institut gewechselt hatte. Das Finanzamt überwies 13 000 Mark an den neuen Kontoinhaber. Und der zahlte nur 5000 Mark zurück.

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Ende März schichteten zwei am ZEIT-Börsenspiel beteiligte Geldhäuser ihr Depot um. Die Hamburger Landesbank verkaufte ihre Anteile an der Mercedes Holding mit einem Gewinn von knapp 410 Mark. Für über 20 000 Mark kauften die Anlageexperten der Bank die Aktie des holländischen Verlagswertes De Telegraaf zu einem Kurs von umgerechnet 232,79 Mark. Die Wertpapierfachleute der Bank in Liechtenstein (BIL) verkauften die Anteile am Energieversorger Bewag mit einem leichten Verlust von 130 Mark und legten sich für rund 33 200 Mark die Aktie des Stahlproduzenten Hoesch zum Kurs von 114,70 Mark zu. kah