Der Tag seiner Geburt war der fünfte April, Anno Domini 1588, an einem Freitagmorgen, in jenem Jahr der Karfreitag. Seine Mutter kam mit ihm in die Wehen aus Angst vor der Invasion der Spanier.

Mr. Hobbes’ Vater war Pfarrer von Westport bei Malmesbury. Er war so wie die anderen Kleriker der Zeit der Königin Elisabeth – ein bescheidenes Wissen begleitete ihn und viele andere unwissende Priester in jenen Tagen ein gutes Stück Wegs; konnte nur die Gebete der Kirche lesen und die Predigten; und achtete das Lernen gering (so erzählte mir sein Sohn [Thomas’ Bruder] Edmund), da er das Köstliche daran nicht kannte.

Der alte Pfarrer Hobbes war ein geselliger Mann, und jeden Samstagabend spielte er Karten, und in der Kirche, im Schlaf, rief er: „Treff ist Trumpf.“ Und der Küster antwortete: „Wer das As hat, Herr, kriegt alles.“

Er war ein cholerischer Mann, und ein Geistlicher (der, soviel ich weiß, sein Nachfolger in Westport wurde) provozierte ihn (mit Absicht) an der Kirchentür, so daß Hobbes ihn schlug und darum fliehen mußte und in der Verborgenheit unweit Londons starb.

Thomas, der Vater, hatte einen älteren Bruder mit Namen Francis, ein reicher Mann, der Gemeinderat gewesen war; von Beruf war er Handschuhmacher, was hier ein achtbares Gewerbe war, in früherer Zeit noch mehr als heute. (Soll ich von diesem Handschuhmacher sprechen oder ihn verschweigen? Der Philosoph würde es billigen.) Da er keine Kinder hatte, ließ er seinem Neffen Thomas viel Unterstützung zukommen bei seinen Studien in Magdalen Hall in Oxford, oder unterhielt ihn wohl ganz; und als er starb, hinterließ er ihm ein agellum (ein Stück Wiese), das „Gastenground“ hieß, in der Nähe des Pferdemarktes lag und sechzehn oder achtzehn Pfund im Jahr eintrug.

Mit vier Jahren ging Mr. Thomas Hobbes (der Philosoph) in der Kirche von Westport zur Schule, bis er acht war – damals wurde die Kirche gemalt. Mit acht konnte er gut lesen und mit Zahlen bis zu vier oder fünf Ziffern rechnen. Danach ging er nach Malmesbury zu Pastor Evans. Nach ihm hatte er Mr. Robert Latimer als Lehrer, einen jungen Mann von neunzehn oder zwanzig Jahren, frisch von der Universität, der damals in Westport eine private Schule hatte. Dieser Mr. Latimer war ein guter Grieche und der erste, der seit der Reformation hier in unsere Gegend kam. Er war Junggeselle und hatte an dem Umgang mit seinem Schüler T. H. Freude und pflegte ihn und noch zwei oder drei andere begabte Jungen am Abend bis neun Uhr zu unterrichten.

Als Knabe war er ziemlich ausgelassen, aber dazu hatte er schon damals eine kontemplative Melancholie; er setzte sich in eine Ecke und lernte seine Lektüre sofort auswendig. Sein Haar war schwarz, und seine Schulkameraden pflegten ihn „Krähe“ zu rufen.