Es gibt Dramen, die das Leben schreibt und die vom lieben Gott eigentlich nicht so gemeint gewesen sein können: Da hungert sich die 13jährige Hamburgerin Cynthia Rostalski zu Tode wegen eines Schauspielers, der partout nicht auf ihre Liebesbriefe antwortet – und die Mutter spart hundert Mark monatlich von der Sozialhilfe, damit das Töchterchen den Schwann in Amerika besuchen kann. Wir wissen nicht, wieviel ähnliches Schicksal, von uns unbemerkt, das Leben so schreibt. Aber wir wissen, wie Cynthias Leidensgenossinnen vielleicht geholfen werden kann. Zum Glück für alle Fans gibt es das Buch „Funk-Sprüche“ von Ernst G. Tange, in dem sich die Stars der Welt eine Blöße geben. „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und dann doch immer blöd daherredet“, sagt da zum Beispiel einer über sich selbst, der es wissen muß: Thomas Gottschalk. Und weiter erfahren wir: „Ich denke nie so viel, wie die Leute denken, daß ich denke.“ Kuli steht Tommi in Selbstkritik nicht nach: „Es wächst das Hirn nicht mit der Popularität.“ Alfred Biolek: „Ich bin extrovertiert, hemmungslos, ich habe einen ungeheuren Darstellungsdrang.“ Und Frank Elstner: „Manche werfen mir vor, ich rede zuviel. Sie haben recht.“ Gefahr droht von Rudi Carell: „Nach jeder Show bin ich in der Stimmung, daß jede Frau, die sich mir auf zehn Meter nähert, automatisch schwanger wird.“ Hilfreich sind auch die Ehrlichen, zum Beispiel die Schauspielerin Elisabeth Volkmann: „Wer fragt, ob ich noch das Sex-Symbol des deutschen Fernsehens bin, dem antworte ich: Muß Omi immer noch ran?“ Und ihre Kollegin Brigitte Horney bekennt: „Die absolute Traumrolle für mich ist die Irre von Chaillot. Die meisten Kollegen behaupten allerdings, die brauchte ich gar nicht zu spielen.“ Wer all das weiß und dennoch liebt, ist selber schuld.

C. K.