In den USA ist Incentive-Shopping fester Bestandteil der Aktionen, mit denen Firmen verdiente Mitarbeiter honorieren. Jetzt werden auch in Deutschland erste Erfahrungen mit dem Verteilen von Einkaufsgutscheinen gesammelt.

Nicht umsonst ist die Incentive-Reise ein bewährtes Mittel, um die Verkäufer eines Unternehmens zu verstärkten Anstrengungen zu bewegen. Auch wenn sich die Mitarbeiter ihre Belohnungen frei aussuchen dürfen, greifen sie gern zur Reise. Diese Erfahrungen machte jetzt der Düsseldorfer Incentive-Pionier Wim de Ruiter, der von sich behauptet, das Incentive-Shopping in Europa eingeführt zu haben.

Die Mitarbeiter eines japanischen Konzerns konnten nach einer Gala am Abend den nächsten Vormittag nutzen, um eine sechsstellige Summe in Fachgeschäften auszugeben. Die Shopping-Gutscheine konnten beim Einkauf in den verschiedensten Läden angelegt werden. Nicht Pelze und Schmuck machten das Rennen, sondern Urlaubsreisen. Rund ein Viertel der Belohnten verwendeten die Vouchers für einen Urlaubstrip. An zweiter Stelle in der Rangliste lag Oberbekleidung. Fast 20 Prozent der Incentive-Teilnehmer entschieden sich dafür. Weit abgeschlagen waren mit etwa drei Prozent elektronische Geräte und Goldbarren oder -münzen. Tür Schmuck oder Pelze interessierte sich kaum jemand.

Somit hat sich auch beim Incentive-Shopping gezeigt, daß die normale Urlaubsreise als Belohnung hoch im Kurs steht. Gegenüber der durchgeplanten Incentive-Reise hat sie für den Veranstalter mehrere Vorteile. Der Erlebniswert einer „Reise von der Stange“ etwa bleibt beim Mitarbeiter genauso in Erinnerung, obwohl das Unternehmen für diesen Trip nur einen Bruchteil der Summe ausgeben muß, die für eine Incentive-Tour anfällt. Eine Urlaubsreise, die als Belohnung oder Anreiz vom Betrieb finanziert wird, hat noch einen anderen günstigen Aspekt für das Unternehmen: Der Mitarbeiter nimmt seinen ihm zustehenden Urlaub für den Trip und fehlt nicht noch einmal zusätzlich in der Firma. kjs