Wer nicht zur Spezies der risikofreudigen Spekulanten gehört, trotzdem aber einmal Wertpapiere kaufen will, der kann sich Anteile an einem Investmentfonds verbriefen lassen. Ihm gehört dann der Bruchteil eines großen Wertpapiertopfes, den eine Kapitalanlagegesellschaft verwaltet. Die überwiegend in Deutschland anlegenden Aktienfonds schafften im ersten Quartal dieses Jahres einen Wertzuwachs von 2,1 bis 11,9 Prozent. Sie konnten mit diesen Gewinnen allerdings die Verluste noch nicht ausgleichen, die ihnen der Börsenkrach im vergangenen Oktober bescherte. Das zeigt der Ein-Jahres-Vergleich, bei dem der DIT-Wachstumsfonds der Deutschen Investment-Trust Gesellschaft für Wertpapieranlagen mit einem Minus von 20,2 Prozent am schlechtesten abschneidet. Am glimpflichsten davon kam noch der SMH-Special-Fonds I des Bankhauses Schröder Münchmeyer Hengst und Co mit einem Wertverlust von 4,6 Prozent.

Bei den Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt im Ausland waren Chancen wie Risiken höher. In den ersten drei Monaten dieses Jahres konnten die Manager des DIT-Pazifikfonds einen Wertzuwachs von 15,5 Prozent verbuchen. Die ärgste Einbuße innerhalb der vergangenen zwölf Monate mußte der Australien-Pazifik-Fonds von Nordinvest mit 35,3 Prozent hinnehmen.

Unter den deutschen Rentenfonds sind die Manager der Münchner Kapitalanlage am erfolgreichsten gewesen. Im ersten Quartal dieses Jahres stieg der Wert ihres Rentex Fonds um vier Prozent. Primus der auf ausländische Papiere spezialisierten Rentenfonds war im gleichen Zeitraum Hansainternational von Hansainvest (plus 9,2 Prozent). Bei den in Aktien und Renten anlegenden gemischten Fonds schnitt die Union-Investment-Gesellschaft im ersten Quartal mit Unirak am besten ab. Der Wertzuwachs: 8,2 Prozent. kah