ZEIT: Herr Weng, das Anwachsen des Bundeshaushalts 1989 um 4,6 Prozent ist Ihnen ein Dorn im Auge. Verlangen Sie Kürzungen?

Weng: Der Teil des Zuwachses, der auf den Zuschuß an die Bundesanstalt für Arbeit zurückgeht, ist politisch akzeptabel. Bei der darüber hinausgehenden Ausweitung der Ausgaben werden wir uns um Kürzungen bemühen.

ZEIT: Ist das realistisch?

Weng: Die Frage, in welcher Größenordnung Kürzungen möglich sind, ist auch eine politische Frage. Es kommt darauf an, was der Koalitionspartner mitzumachen bereit ist.

ZEIT: Steht denn die FDP-Fraktion hinter diesem Haushaltsentwurf?

Weng: Wir haben darüber in der Fraktion noch nicht gesprochen, der Entwurf wird dem Parlament ja erst im September zugehen. Ich gehe aber heute schon davon aus, daß wir ernster als bisher die Beratungen des Haushaltsausschusses in der Fraktion vorbesprechen müssen.

ZEIT: Haben Sie Vorstellungen, wo man die Ausgaben kürzen kann?