Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen in Südafrika werden aufgefordert, mit den dem Internationalen Metallgewerkschaftsbund (IMB) angeschlossenen Gewerkschaften Südafrikas Vereinbarungen abzuschließen, in denen die folgenden Rechte für Arbeitnehmer und Gewerkschaften garantiert beziehungsweise entsprechende Verhaltensweisen der Unternehmen sichergestellt werden. Die deutschen Mutterunternehmen werden aufgefordert, als Anteilseigner sicherzustellen, daß ihre südafrikanischen Tochtergesellschaften sich entsprechend verhalten.

1. Verzicht auf die Wahrnehmung von Vorteilen, die die Apartheidsgesetze bieten

2. Verzicht auf die Wahrnehmung von Vorteilen und die Nutzung der Sicherheits- und Notstandsgesetze, das heißt insbesondere Lohnfortzahlung und Fortbestand des Arbeitsverhältnisses für unter Notstandsrecht und rechtsstaatswidrig verhaftete und abgeurteilte Arbeitnehmer

3. Bereitschaft zu Verhandlungen auf Betriebsebene mit der zuständigen Gewerkschaft für alle betriebsspezifisch zu regelnden Angelegenheiten

4. Recht auf den Zugang zum Betriebsgelände für Gewerkschaften.

5. Räume für Versammlungen und Abstimmungen auf dem Betriebsgelände ohne Einmischung des Managements

6. Anerkennung von gewerkschaftlichen Vertrauensleuten einschließlich der erforderlichen Sach- und Personalmittel