Nicht nur der Untergang der Dinosaurier vor rund 60 Millionen Jahren, auch der Beginn der Eiszeiten vor 2,3 Jahrmillionen wurde offensichtlich vom Einschlag eines Meteoriten eingeläutet. Geophysiker der Universität von Kalifornien in Los Angeles befanden nach der Untersuchung von Tiefsee-Bohrkernen, daß ein Himmelskörper von mindestens 500 Meter Durchmesser etwa 1400 Kilometer westlich von Kap Horn in den südöstlichen Pazifik gestürzt war. Beim Aufprall auf die Wasseroberfläche dürfte ein großer Teil des Meteoriten verdampft und der Rest des Materials geschmolzen sein. Dabei wurde soviel Wasserdampf freigesetzt, daß sich der Wassergehalt der Atmosphäre verdoppelte. Das könnte die Bewölkung global verstärkt und damit die Sonneneinstrahlung gedämpft haben. Der Meteorit war allerdings zu klein, um allein eine drastische Klimaverschlechterung auszulösen. Zusammen mit einer periodischen Veränderung der Erdumlaufbahn um die Sonne (Milankovitch-Zyklus) könnte er hingegegen die Vereisungszyklen in Gang gesetzt haben, nehmen die Wissenschaftler an. HE