Trotz beachtlichen Wachstums baut die deutsche Industrie weiter Arbeitsplätze ab. Bis Mai dieses Jahres verminderten Industrie und Bergbau ihre Belegschaften um 40 600 Erwerbstätige. Das entspricht 0,6 Prozent. Im gleichen Zeitraum verzeichneten die beiden Bereiche ein durchschnittliches Wachstum von real 3,9 Prozent.

Gegenüber dem Vorjahr sind die Einfuhrpreise der Bundesrepublik im Juni dieses Jahres um 0,6 Prozent gestiegen. Im Jahr zuvor waren die Importe um 4,9 Prozent billiger geworden.

Nur zögernd begeben sich die Bundesbürger ans Kabelnetz. 9,85 Millionen der insgesamt 25,7 Millionen Haushalte könnten sich derzeit einen Kabelanschluß legen lassen. Bis Ende Juni dieses Jahres hatten knapp 39 Prozent dieser Haushalte (3,8 Millionen) davon Gebrauch gemacht. Im ersten Halbjahr dieses Jahres ließen sich 591 000 Haushalte neu anschließen.

Zum ersten Mal gibt es in der Bundesrepublik mehr Angestellte als Arbeiter. 10,2 Millionen Angestellten stehen 10,1 Millionen Arbeiter gegenüber. 1950 waren es noch dreimal soviel Arbeiter wie Angestellte.

Das Unglück auf der Nordsee-Plattform "Piper Alpha" wird die britischen Ausfuhren in diesem Jahr um umgerechnet 900 Millionen Mark verringern. Da neben der explodierten Plattform fünf weitere Bohrinseln den Betrieb zunächst einstellen mußten, ist die Ölförderung der Briten derzeit um 12,5 Prozent reduziert.

Auch nach 1992 will die Regierung Luxemburgs keine Quellensteuer auf Zinsen einführen. Damit bleibt Luxemburg ein attraktiver Finanzplatz für Steuerflüchtlinge. Nach Uberzeugung von Ministerpräsident Jacques Santer ist es die Hauptsache, daß das Kapital in Europa bleibt.

In Italien nimmt die Inflation wieder zu. Die Regierung erwartet für dieses Jahr eine Preissteigerungsrate von 4,8 Prozent und prognostiziert einen Anstieg auf 5,7 Prozent im kommenden Jahr. Das reale Wachstum dieses Jahres wird mit 3,3 Prozent veranschlagt, he