Eiti, das grüne Männchen aus dem All, hatte mal wieder seine "Fliegende Untertasse" in meiner Garage ibgestellt und sich auf eine Reise durch unser Land begeben.

Endlich rief er an. Ja, es gehe ihm, den Umständen entsprechend, gut. Denn er habe fast alle meine Warnungen beherzigt. Wegen der Smoggefahr habe er fast ganz auf das Atmen verzichtet und zusätzlich noch eine kleine Schutzmaske getragen. Und natürlich wegen des Bleigehaltes kein Wasser aus der Leitung getrunken, ja nicht einmal Mineralwasser – wegen des Nitrits, Nitrats, Natriums...

"Brav!" lobte ich ihn, als er mir versicherte, daß er nicht einmal auf die PCB-haltige Trinkmilch ausgewichen sei, weisungsgemäß den radioaktiven Tee gemieden und sich auch beim Wein (Glykol!) zurückgehalten habe.

Er hatte nicht nur fast nichts getrunken, sondern auch fast nichts gegessen – jedenfalls kein hormonverseuchtes Kalb- und kein radioaktives Rindfleisch. Erfreulicherweise hatte er aber auch vom vergifteten Schnittkäse, vor allem jedoch von den noch giftigeren spanischen Miesmuscheln die Finger gelassen. Und als er einmal schon an einem Salatblatt knabberte, seien ihm in letzter Sekunde die Salat-Bakterien eingefallen.

"Sehr vernünftig!" gratulierte ich ihm. "Schließlich wollen Sie ja gesund und wohlbehalten heimkehren."

Eiti beruhigte mich noch, daß er sich von Gegenden, wo Atom- und Sondermülldeponien vermutet werden, ferngehalten habe. Natürlich konnte Eiti, weil keineswegs lebensmüde, der Versuchung widerstehen, ein Fluß- oder Seebad zu nehmen. Weil er sich zudem an meine intensive Warnung vor Militärmaschinen-Befall erinnerte, hatte er bei "Tiefflieger-Alarm" einen nahegelegenen Schutzraum aufgesucht und war auch deswegen nie ohne Oropax auf die Straße gegangen.

Apropos Schutz: Was den Verkehr mit dem anderen Geschlecht betrifft, so gab er sich, von mir gewarnt, auch nicht der ausschweifenden Liebe hin. Auch im Straßenverkehr war Eiti sehr vorsichtig gewesen, besonders auf den von mir als "Todesfallen" bezeichneten Zebrastreifen. Um seine Überlebenschance nicht zu mindern, habe er natürlich an Samstagen Städte mit Bundesligaspielen gemieden.