Rechtzeitig zu den Olympischen Spielen bieten Banken und Händler im September die vierte und letzte Ausgabe von Seoul-Gedenkmünzen an. Es sind insgesamt vier Silber- und zwei Goldmünzen, die zu sehr unterschiedlichen Preisen erstanden werden können. Das zeigt eine Tabelle, die die nordrhein-westfälische Verbraucherzentrale, Düsseldorf, in ihrer Zeitschrift Verbraucher Aktuell veröffentlichte. Ein Beispiel für die Preisunterschiede: Die im Zweier-Set angebotenen Silbermünzen, die entsprechend der südkoreanischen Währung über 5000 Won (12,50 Mark) und 10 000 Won lauten, kosten bei der Dresdner Bank 103 Mark inklusive Mehrwertsteuer, bei den Volks- und Raiffeisenbanken 120 Mark. Der Versandhandel verlangt noch mehr. Emporium Hamburg stellt 125 Mark in Rechnung, die Münzhandelsgesellschaft Deutsche Münze in Braunschweig gar 176 Mark – 73 Mark nehr als die Dresdner. Bei Goldmünzen sind die Preisunterschiede noch krasser. Sie machen bis zu 467 Mark aus.

Für Sammler lohnt der Preisvergleich. Als Geldanlage hingegen eignen sich, die Münzen acht, weil sie schon heute ein Vielfaches des Materialwertes kosten und erfahrungsgemäß mit der Zeit zu einem geringeren Preis gehandelt werden.

*

Im Rahmen des ZEIT-Börsenspiels schichtete die Hamburgische Landesbank ihr Depot um. Wertpapierexperte Herbert Koch verkaufte die niederländische Verlagsaktie De Telegraaf am Freitag der vergangenen Woche zu einem Preis, der 12,75 Prozent über dem Kaufkurs lag. Der Gewinn: fast 2600 Mark. Im Gegenzug deckte er sich in großem Stil mit den Aktien eines Hamburger Regionalpapiers ein. Koch kaufte für mehr als 41 000 Mark Anteile am Lagerhauswert Eurokai.

kah