Ganze 35 Milligramm wiegt der Sender, den diese Honigbiene auf ihrem Rücken trägt. Sie tut es nur zur Probe. Eingesetzt werden soll diese Ministation bei den gefürchteten Killerbienen, die aus Südamerika kommend langsam aber stetig nach Norden vordringen und im nächsten Jahr die Grenzen der Vereinigten Staaten überfliegen werden. Hier bedrohen sie die wirtschaftliche Existenz der Imker, mit drei Milliarden Dollar Jahresumsatz eine nicht unwesentliche Industrie. Der von Sonnenenergie gespeiste Infrarot-Sender – eine Entwicklung der Martin Marietta Corporation – hat eine Reichweite von zwei Kilometern. Seine pulsierenden Signale von den Rücken der Killerbienen sollen Insektenforschern Auskunft über das Verhalten der aggressiven Schädlinge geben. Die Wissenschaftler hoffen, daß dabei eine Blöße offenbar wird, die zur Bekämpfung der Bienenmörder genutzt werden könnte.